- 1. Grundlagen des Story Mappings
- Die Grenzen flacher Backlogs: Warum Listen oft das Verständnis für Zusammenhänge und den Kontext verhindern.
- Ursprung und Philosophie: Der Ansatz nach Jeff Patton - "Shared Understanding" vor Dokumentation.
- Struktur einer Map: Die Hierarchie von User Activities, User Tasks und User Stories verstehen.
- 2. Den "Backbone" aufbauen
- Identifikation der Nutzerrollen: Wer nutzt das System in welcher Situation?
- Die horizontale Achse: Abbildung der zeitlichen Abfolge der Nutzerszenarien (The Narrative Flow).
- High-Level-Aktivitäten: Definition der großen Blöcke, die das Gerüst des Produkts bilden.
- 3. Details und Varianten (The Body)
- Tasks und User Stories: Vertikale Anreicherung der Map mit konkreten Schritten und Funktionen.
- Szenarien-Vielfalt: Abbildung von Ausnahmefällen, Alternativwegen und Fehlerszenarien.
- Exploration: Nutzung der Map zur Entdeckung fehlender Anforderungen ("The Big Picture").
- 4. Priorisierung und Release-Slicing
- Horizontale Trennlinien: Einteilung der Map in Slices für aufeinanderfolgende Releases.
- Das "Walking Skeleton": Identifikation der minimalen funktionalen Tiefe, um das System technisch lauffähig zu machen.
- Outcome-orientierte Planung: Fokus auf das Erreichen von Nutzerzielen statt auf das bloße Abarbeiten von Features.
- 5. Kollaboration im Mapping-Workshop
- Vorbereitung und Moderation: Techniken, um alle Beteiligten (Business, Dev, Design) aktiv einzubinden.
- Körperliches Arbeiten: Die Bedeutung von Post-its, Wandflächen und haptischer Interaktion für das Verständnis.
- Umgang mit Konflikten: Konsensfindung bei unterschiedlichen Ansichten zum Umfang und zur Priorität.
- 6. Von der Map zum agilen Backlog
- Synchronisation: Übertragung der Map-Inhalte in Tools wie Jira, Azure DevOps oder Trello.
- Story Splitting: Techniken, um große Aufgabenpakete aus der Map in kleine, sprintfähige Stories zu zerlegen.
- Nachhaltung: Die Map als lebendes Dokument im Projektraum (Information Radiator).
- 7. User Story Mapping im Produktlebenszyklus
- Discovery Mapping: Einsatz in der frühen Phase zur Validierung von Geschäftsideen.
- Delivery-Brücke: Wie die Map den Übergang von der Idee zur technischen Umsetzung (Development) steuert.
- Review-Instrument: Nutzung der Map zur Demonstration des Fortschritts gegenüber Stakeholdern.
- 8. Die Praxis-Werkstatt: Die "Live-Map"
- Fallsimulation: Gemeinsame Erstellung einer User Story Map für ein praxisnahes Beispielprodukt.
- Refining-Session: Übung zum Schneiden von Releases und zum Umplanen bei Ressourcenengpässen.
- Transferplan: Festlegung der konkreten Schritte zur Durchführung des ersten eigenen Mapping-Workshops.
LernzieleDie Teilnehmenden erlernen die Erstellung und Anwendung von User Story Maps, um Anforderungen in den Kontext der Nutzerreise zu stellen. Ziel ist es, Lücken im Verständnis frühzeitig zu schließen, Abhängigkeiten sichtbar zu machen und eine verlässliche Basis für die Release-Planung zu schaffen.
Zielgruppen- Product Owner und Produktmanager: Die eine übersichtliche Struktur für ihr Backlog benötigen und Releases strategisch planen wollen.
- Agile Teams und Entwickler: Akteure, die den Kontext ihrer Aufgaben im Gesamtsystem besser verstehen möchten.
- UX/UI Designer: Personen, die den User Flow in funktionale Anforderungen übersetzen müssen.
- Scrum Master und Agile Coaches: Fachkräfte, die Teams bei der Verbesserung ihrer Planungsprozesse unterstützen.
- Stakeholder und Projektverantwortliche: Die eine visuelle Entscheidungsgrundlage für den Projektumfang und die Priorisierung suchen.