Tag 1: 1. HA und DR: Konzepte und Technologielandschaft
- Verfügbarkeit, RPO und RTO als Steuerungsgrößen
- Überblick der HA- und DR-Technologien in SQL Server
- Failover Cluster Instances gegenüber Availability Groups
- Log Shipping und Database Mirroring als Alt-Verfahren einordnen
- Breaking Changes bei Log Shipping und Replikation (2025)
- Auswahl der passenden Lösung je Anforderung
- Praxis-Übung: Für drei Szenarien die passende HA- und DR-Lösung begründen.
2. Windows Server Failover Clustering und Quorum
- Aufbau und Aufgaben des WSFC
- Cluster über verteilte Standorte: Topologien, Connectivity und Storage
- Quorum-Modi, Voting und Witness-Konfiguration
- Cluster installieren und die Konfiguration sichern
- Praxis-Übung: Einen WSFC einrichten und das Quorum bewusst konfigurieren.
3. Dienstkonten, AD-Integration und Cluster-Betrieb
- Dienstkonten für Cluster und SQL Server
- GMSA- und MSA-Konten und ihre Vorteile
- Integration von Cluster und Active Directory
- Auswirkungen auf Administrierbarkeit und Sicherheit
- Praxis-Übung: Ein GMSA-Konto für einen Clusterdienst einrichten.
4. Failover Cluster Instances
- Shared Storage: SAN-Devices und iSCSI-Volumes
- Ausfallsicherheit des Speichers
- Cluster-Ressourcen: IP, Name und Abhängigkeiten
- 2-Node-Active-Active-SQL-Cluster
- SQL Server in geclusterten Hyper-V-Umgebungen
- Praxis-Übung: Eine Failover Cluster Instance bereitstellen und einen Failover testen.
Tag 2: 5. Availability Groups planen und erstellen
- Voraussetzungen und Architektur einer Verfügbarkeitsgruppe
- Replikate, Verfügbarkeitsmodi und Endpunkte
- Eine AG erstellen und dem Listener zuordnen
- Listener-IP entfernen ohne Listener-Löschung und Routing-URL auf NONE setzen (2025)
- Konfigurierbare AG-Commit-Wartezeit statt fest 10 Millisekunden (2025)
- Anmelde-Sicherheit und Verschlüsselung im AG-Verkehr
- Praxis-Übung: Eine Availability Group mit Listener erstellen und die Commit-Wartezeit anpassen.
6. Synchronisation, Failover und Lesefähigkeit
- Synchrone und asynchrone Datenübertragung
- Automatischer und manueller Failover
- Schnelles Failover über RestartThreshold bei dauerhaft ungesundem Primary (2025)
- Asynchrones, gestapeltes Redo-Dispatching für schnellere Failover-Recovery (2025)
- Verbesserte Health-Check-Diagnostik mit geringerer Netzlast (2025)
- Auswirkungen auf Client-Verbindungen
- Praxis-Übung: Einen automatischen Failover auslösen und das beschleunigte Verhalten beobachten.
7. Lesbare Replikate, Sicherungen und Statistik
- Lesbare Sekundärreplikate und ihre Einsatzzwecke
- Read-Only-Routing und Lastverteilung
- Voll- und Differenzsicherungen auf Sekundärreplikaten statt nur Copy-only (2025)
- Persistente Statistiken und standardmäßig aktiver Query Store auf Secondaries (2025)
- Praxis-Übung: Read-Only-Routing einrichten und eine Voll-Sicherung auf einem Sekundärreplikat ausführen.
8. DBA-Aufgaben und Backup-Strategie
- Konten- und Objekt-Synchronisation zwischen Instanzen
- Backup- und Restore-Strategie mit Replikaten
- ZSTD-Backup-Komprimierung für kleinere und schnellere Sicherungen (2025)
- Unveränderlicher Backup-Speicher auf Azure Blob als Ransomware-Schutz (2025)
- Protokollverwaltung und rollierende Wartung über die Replikate
- Praxis-Übung: Eine ZSTD-komprimierte Sicherung erstellen und die Aufbewahrung planen.
Tag 3: 9. Erweiterte und Contained Availability Groups
- MultiSubnet-Umgebungen
- Distributed Availability Groups
- Distributed AGs zwischen Contained AGs (2025)
- Datenbanken in einer Contained-AG-Sitzung über den Listener erstellen und wiederherstellen ab CU1 (2025)
- Automatisches Seeding der enthaltenen Systemdatenbanken (2025)
- Praxis-Übung: Eine Distributed Availability Group zwischen zwei Contained AGs aufbauen.
10. Hybride und plattformübergreifende Szenarien
- Umgebungen ohne Domäne
- Managed Instance Link zu Azure SQL Managed Instance, verfügbar seit 2022
- Always On über Availability Zones in Azure
- Integration von Linux-Systemen und Containern
- Praxis-Übung: Ein domänenloses AG-Szenario oder einen Managed Instance Link einordnen.
11. Disaster Recovery
- DR-Strategien mit Distributed AGs und Geo-Verteilung
- Backups als letzte Verteidigungslinie
- Geplanter und ungeplanter Failover und Failback
- Accelerated Database Recovery auch für tempdb für kurze Wiederanläufe (2025)
- Recovery-Ziele und Notfallpläne
- Praxis-Übung: Einen DR-Failover und den anschließenden Failback durchspielen.
12. Monitoring, Betrieb und Peer-Review
- AlwaysOn-Dashboard, DMVs und Extended Events
- Standardmäßig aktiver Query Store für die Diagnose (2025)
- KI-gestützte Hinweise über Copilot in SSMS (2025)
- Health-Checks, Alarme und Eventanalyse
- Praxis-Übung (Peer-Review): Eine HA- und DR-Konfiguration einer anderen teilnehmenden Person gegen RPO, RTO und Failover-Verhalten prüfen und die Rückmeldungen einarbeiten.
LernzieleJede teilnehmende Person verlässt das Seminar mit der Fähigkeit, hochverfügbare SQL-Server-Umgebungen zu planen und zu betreiben - von Failover Cluster Instances über Always On Availability Groups bis zu verteilten und hybriden Szenarien. Sie richtet Disaster Recovery mit klaren Recovery-Zielen ein, führt Failover und Failback kontrolliert durch und überwacht den Betrieb mit modernen Werkzeugen.Zielgruppen
- Datenbankadministratoren, die hochverfügbare SQL-Server-Umgebungen betreiben
- System-Administratoren mit Verantwortung für Cluster und Verfügbarkeit
- Technische Verantwortliche für Betriebskontinuität und Disaster Recovery
- DBAs, die Always On und Failover Cluster einführen oder modernisieren
Voraussetzungen: Die Teilnehmenden bringen solide Erfahrung in der SQL-Server-Administration sowie Grundkenntnisse von Windows Server und Netzwerk mit. Vertrautheit mit Backup und Wiederherstellung ist hilfreich.
Tag 1: 1. HA und DR: Konzepte und Technologielandschaft
- Verfügbarkeit, RPO und RTO als Steuerungsgrößen
- Überblick der HA- und DR-Technologien in SQL Server
- Failover Cluster Instances gegenüber Avail...
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