Inhalte
- Rechtliche Rahmenbedingungen und Regelsysteme für Stellenbesetzungs- und Auswahlverfahren im öffentlichen Dienst
- Leistungsprinzip und Bestenauslese (Bedeutung, Inhalt, Verfahren und Ansprüche)
- Bewerberschutz, Bestenauslese und Antidiskriminierung (Zusammenhänge, Unterschiede und Widersprüche im Auswahlverfahren)
- Bestimmung des Bewerberkreises (Entscheidungsspielräume und Grenzen)
- Organisationsentscheidungen im Vorfeld der Bestenauslese
- Anforderungsprofile (Inhalt, Gestaltung, Bindung und Umsetzung)
- Stellenbewertung und Stellenausschreibung
- Rechtskonforme Bewerberauswahl (Vorauswahl, Beurteilung und Auswahlentscheidung)
- Vorstellungsgespräche, Auswahlgespräche, Bewerberinterviews
- Abbruch des Stellenbesetzungsverfahrens
- Internet-Recherchen und Background-Checks
- Dokumentations- und Unterrichtungspflichten
- Absagen, Auskünfte und Konkurrentenmitteilungen
- Konkurrentenklagen - Eilverfahren und Hauptsacheverfahren
- Taktik und Strategie zum Umgang mit Rechtsfragen und Konkurrentenklagen
- Schadensersatzansprüche
- Datenschutzrechtliche Fragen
- Beteiligung der Interessenvertreter und Mitbestimmung
Hinweis: Die Fortbildungsveranstaltung behandelt ausschließlich Fragestellungen im Zusammenhang mit Arbeitnehmer-Bewerbern - beamtenrechtliche Sachverhalte sind nicht Gegenstand der Veranstaltung.LernzieleDie Auswahl von Personal und die Besetzung einzelner Stellen im öffentlichen Sektor spielen für die Funktionalität und Integrität des öffentlichen Dienstes eine zentrale Rolle. Das sog. Leistungsprinzip nach Art. 33 Abs. 2 GG soll dabei gewährleisten, dass der ausgewählte Bewerber die Kriterien der Bestenauslese am besten erfüllt. Die Bestenauslese ist ein rechtlich komplizierter Prozess mit vielen Fehlerquellen und Stolperfallen. Wenn das Verfahren nicht rechtskonform gestaltet wird, drohen schwierige und belastende Konkurrentenklagen.
Das vorliegende Seminar widmet sich speziell der Personalauswahl im öffentlichen Dienst nach dem Leistungsprinzip und der Bestenauslese gemäß Art. 33 Abs. 2 GG. Es vermittelt in systematischer und praxisorientierter Weise alle wesentlichen Kenntnisse, die für die Gestaltung und Durchführung von rechtssicheren Stellenbesetzungs- und Auswahlverfahren zur Einstellung von Arbeitnehmern und Tarifbeschäftigten im öffentlichen Dienst erforderlich sind.
ZielgruppenFachanwälte für Arbeitsrecht, Rechtsanwälte, Inhouse-Counsels & Syndikusrechtsanwälte
Führungskräfte, Personalverantwortliche und Mitarbeitende in Personalabteilungen des öffentlichen Dienstes sowie Mitglieder von Auswahlkommissionen und Verwaltungsleitungen, die mit Personalauswahl-, Einstellungs- oder Beförderungsentscheidungen befasst sind.
Öffentliche Arbeitgeber, Körperschaften, Anstalten und Stiftungen des öffentlichen Rechts sowie öffentlich beherrschte Unternehmen und sonstige Einrichtungen, die dem Leistungsgrundsatz des Art. 33 Abs. 2 GG unterliegen oder ihre Auswahlverfahren hieran ausrichten.