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Python Desktop Application Security

Inhalte

  • Sicherheitsgrundlagen für Python-Desktop-Anwendungen
    • Schutzziele: Vertraulichkeit, Integrität, Verfügbarkeit, Nachvollziehbarkeit
    • Bedrohungsmodell für Desktop-Software
    • Typische Angreifer, Angriffspfade und Missbrauchsszenarien
    • Unterschiede zwischen Desktop-, Web- und Backend-Sicherheit
  • Angriffsfläche einer Desktop-Anwendung systematisch erfassen
    • GUI-Eingaben, Dateiauswahl, Drag-and-drop, Clipboard und Importfunktionen
    • Konfigurationsdateien, temporäre Dateien, Logs, lokale Datenbanken und Caches
    • Betriebssystemnahe Schnittstellen, Umgebungsvariablen und Benutzerrechte
    • Externe Programme, Shell-Aufrufe, URLs, Deep Links und Interprozesskommunikation
  • Sichere Eingabeverarbeitung
    • Validierung, Normalisierung und Canonicalization
    • Positivlisten, strukturelle Validierung und fachliche Validierung
    • Typische Fehler bei Regex, Parsing und Datentransformation
    • Grenzen reiner Validierung und Zusammenspiel mit weiteren Schutzmaßnahmen
  • Praxisübung: Eingaben und Dateipfade absichern
    • Analyse einer absichtlich verwundbaren Python-Anwendung
    • Absicherung von Benutzereingaben und Dateipfaden
    • Nachvollziehbare Gegenüberstellung: unsicheres Muster und robuste Umsetzung
  • Dateisystem- und Ressourcen-Sicherheit
    • Path Traversal, unsichere Dateinamen, Verzeichniswechsel und symbolische Links
    • Temporäre Dateien, Dateirechte, Race Conditions und TOCTTOU-Probleme
    • Risiken bei Archiv- und Dokumentverarbeitung
    • Sichere Ablage und Trennung von Benutzerdaten, Konfiguration und Secrets
  • Prozess- und Betriebssystem-Interaktion
    • Risiken durch subprocess, Shell=True, Kommandoverkettung und Parameterübergabe
    • Sichere Nutzung systemnaher APIs statt Shell-Aufrufen
    • Umgang mit externen Tools und Rückgabewerten
    • Plattformunterschiede zwischen Windows und Linux
  • Unsichere Python-Mechanismen und riskante Sprachmerkmale
    • exec, eval, compile und dynamische Importe
    • pickle, unsafe Deserialisierung und unsichere Objekt-Rekonstruktion
    • Module Hijacking, Suchpfade und unbeabsichtigte Modulüberschattung
    • Gefahren durch Monkey Patching und unkontrollierte Erweiterungspunkte
  • Praxisübung: Unsichere Python-Konstrukte erkennen und ersetzen
    • Entfernung dynamischer Codeausführung
    • Austausch unsicherer Deserialisierung gegen sichere Formate und Parser
    • Absicherung von Import- und Plugin-Mechanismen
  • Authentifizierung und Sitzungsdaten in Desktop-Clients
    • Welche Authentifizierung in den Client gehört und welche nicht
    • Lokale Passwortspeicherung vermeiden
    • Sichere Behandlung von Tokens, API-Schlüsseln und Sitzungsdaten
    • MFA-Einbindung aus Sicht des Desktop-Clients
  • Geheimnisverwaltung und Schutz sensibler Daten
    • Grenzen lokaler Verschlüsselung bei Client-Software
    • Betriebssystemnahe Secret Stores: z. B. DPAPI, Keychain, libsecret
    • Speicherabbilder, Crash Dumps, Paging und Speicherreste
    • Reduktion unnötiger Geheimnisse im Client
  • Kryptographie in Python richtig einsetzen
    • Sichere Zufallszahlen und kryptographisch geeignete Quellen
    • Hashing, Passwort-Hashing und Integritätsschutz
    • Symmetrische Verschlüsselung, AEAD und Nonce-Regeln
    • Asymmetrische Verfahren, Schlüsselaustausch und Signaturen
    • Häufige Fehlanwendungen und Scheinsicherheit im Desktop-Kontext
  • Praxisübung: Sichere Nutzung von Kryptographie
    • Zufallszahlen, Hashing und AEAD korrekt einsetzen
    • Typische Implementierungsfehler identifizieren und korrigieren
    • Bewertung: Was kryptographisch sinnvoll im Client lösbar ist und was nicht
  • Sichere Netzwerkkommunikation
    • TLS-Prüfung, Zertifikatsvalidierung und Fehlkonfigurationen
    • Risiken bei deaktivierter Prüfung und unsicheren Test-Setups
    • Umgang mit Proxies, Unternehmensnetzen und Zertifikatsketten
    • Sichere API-Kommunikation aus Desktop-Anwendungen
  • Sichere Update-Mechanismen
    • Warum Auto-Update ein kritischer Sicherheitsbereich ist
    • Signierung, Vertrauensanker und Integritätsprüfung
    • Schutz gegen manipulierte Update-Quellen und Rollback-Angriffe
    • Trennung von Release-, Test- und internen Kanälen
  • Supply Chain Security und Build-Sicherheit
    • Risiken durch abhängige Pakete und transitive Dependencies
    • Typosquatting, Dependency Confusion und kompromittierte Updates
    • Lockfiles, Hash-Pinning, SBOM und reproduzierbare Builds
    • Sicherheitsprüfungen in CI/CD für Python-Projekte
  • Praxisübung: Abhängigkeiten und Build-Prozess härten
    • Analyse eines Python-Projekts auf riskante Abhängigkeiten
    • Einbau technischer Kontrollpunkte in den Build-Prozess
    • Bewertung von Maßnahmen nach Wirksamkeit und Umsetzbarkeit
  • Native Erweiterungen und unsicherer Fremdcode
    • Sicherheitsfolgen von ctypes, C-Extensions und eingebundenen Bibliotheken
    • Speicherfehler außerhalb des Python-Schutzmodells
    • Vertrauensgrenzen zwischen Python-Code und nativen Komponenten
    • Strategien zur Reduktion und Kontrolle nativer Risiken
  • Logging, Fehlerbehandlung und Information Exposure
    • Vermeidung sensibler Daten in Logs, Tracebacks und Fehlermeldungen
    • Sichere Fehlerbehandlung ohne Informationsabfluss
    • Datenschutzgerechte Telemetrie und Diagnosedaten
    • Trennung zwischen Entwicklerdiagnose und produktivem Verhalten
  • Härtung von Packaging und Auslieferung
    • Sicherheitsaspekte bei PyInstaller, Embedding und Distribution
    • Code Signing und Vertrauenskette bei Releases
    • Schutz gegen manipulierte Artefakte und inoffizielle Builds
    • Sichere Verteilung interner Desktop-Anwendungen
  • Prüfprozess und Sicherheitsqualität im Entwicklungsalltag
    • Security Checklisten für Architektur, Code Review und Release
    • Statische und dynamische Prüfungen für Python-Projekte
    • Sicherheitsrelevante Tests mit vertretbarem Aufwand etablieren
    • Priorisierung von Findings nach Risiko und Ausnutzbarkeit
  • Praxisworkshop: Härtung einer Python-Desktop-Anwendung
    • Gemeinsame Analyse einer Beispielanwendung mit mehreren Schwachstellen
    • Schrittweise Umsetzung technischer Schutzmaßnahmen
    • Ableitung eines praxistauglichen Härtungsplans für eigene Projekte
  • Best Practices und Transfer in die Praxis
    • Sicherheitsprinzipien für robuste Desktop-Software
    • Typische Architekturentscheidungen und ihre Sicherheitsfolgen
    • Leitlinien für neue und bestehende Python-Anwendungen
    • Nächste Schritte für Team, Projekt und Organisation
LernzieleNach Abschluss des Seminars sind die Teilnehmenden in der Lage, Sicherheitsrisiken in Python-Desktop-Anwendungen strukturiert zu analysieren und wirksame Schutzmaßnahmen umzusetzen. Sie können typische Schwachstellen in Eingabeverarbeitung, Datei- und Prozesszugriff, lokaler Datenspeicherung,Authentifizierung, Kryptographie und Software-Lieferkette erkennen, bewerten und priorisiert beheben. Darüber hinaus verstehen sie, wie sichere Desktop-Anwendungen nicht nur im Code, sondern auch in Build, Packaging, Deployment, Update-Prozess und Betrieb abgesichert werden. Das Seminar versetzt die Teilnehmenden in die Lage, eigene Python-Clients sicherer zu entwerfen, vorhandene Anwendungen gezielt zu härten und Sicherheitsanforderungen frühzeitig in Entwicklungsprozesse zu integrieren.ZielgruppenDieses Seminar richtet sich an Python-Entwickler, Software-Ingenieure, Application-Security-Verantwortliche, Architekten, Technical Leads und QA-/Test-Fachkräfte, die Python-basierte Desktop-Anwendungen entwickeln, prüfen oder betreiben. Sinnvoll sind solide Grundkenntnisse in Python. Erfahrungen mit GUI-Frameworks, Packaging oder Client-Server-Kommunikation sind hilfreich, aber nicht zwingend erforderlich.
  • Sicherheitsgrundlagen für Python-Desktop-Anwendungen
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SG-Seminar-Nr.: 9267516

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