InhalteRechtliche Ausgangspunkte
- Art. 137 Abs. 3 WRV iVm Art. 140 GG
- Grundordnung der katholischen Kirche für den kirchlichen Dienst
- Mitarbeiterrichtlinie der EKD
Entwicklung der Rechtsprechung
- Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte
- Rechtsprechung des EuGH
- Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts
- Rechtsprechung des BAG
Individuelles kirchliches Arbeitsrecht und Arbeitsrechtsregeln der Kirchen
- Einfluss der Rechtsprechung auf das kirchliche Arbeitsrecht (Zweiter und Dritter Weg)
- Darstellung des Einflusses anhand der Grundordnung für den kirchlichen Dienst in der katholischen Kirche und der Mitarbeiterrichtlinie der EKD
- Arbeitsvertragsordnungen der katholischen (Erz)Bistümer und der EKD
- AVR der Diakonie
- AVR der Caritas
Kollektives Kirchliches Arbeitsrecht
- Koalitionsfreiheit und Kirchenautonomie
- Vergleich zwischen dem Mitarbeitervertretungsrecht der katholischen Kirche und der evangelischen Kirche einerseits und dem Betriebsverfassungsgesetz andererseits
Kirchliche Arbeitsgerichtsbarkeit
- Gerichtsbarkeit bei Streitigkeiten aus dem Arbeitsverhältnis
- Gerichtsbarkeit bei Streitigkeiten aus dem kollektiven Arbeitsrecht der Kirche
Unterschiede zwischen kirchlichem Arbeitsrecht und staatlichem Arbeitsrecht in der PraxisLernzieleIm Spannungsfeld zwischen dem verfassungsrechtlich garantierten kirchlichen Selbstbestimmungsrecht und staatlichem Arbeitsrecht entfaltet sich ein besonderes Arbeitsrecht. Das kirchliche Arbeitsrecht folgt eigenen Regeln – mit markanten Besonderheiten im Individual- und vor allem auch im kollektiven Arbeitsrecht, die es deutlich vom allgemeinen Arbeitsrecht unterscheiden.
Dieses Seminar schafft Klarheit und macht die prägenden Strukturen sowie die wesentlichen Unterschiede in kirchlich organisierten Einrichtungen transparent. Ziel dieser Fortbildung ist es, Ihnen eine fundierte Orientierung zu bieten, um arbeitsrechtliche Fragestellungen im kirchlichen Kontext sicher einzuordnen und bewerten zu können.
Aber auch kirchliche Sonderregelungen haben ihre Grenzen. Ein besonderer Fokus liegt auf der aktuellen Rechtsprechung - insbesondere auf den wegweisenden Entscheidungen des EuGH - zum Verhältnis von kirchlichem Selbstbestimmungsrecht und Antidiskriminierungsrecht, die die Anforderungen an die Loyalität von Mitarbeitenden in kirchlichen Einrichtungen spürbar neu definiert und die Praxis nachhaltig verändert haben.
ZielgruppenFachanwälte für Arbeitsrecht, Rechtsanwälte, Unternehmensleitungen (Vorstände, Geschäftsführer), HR-Management, Mitarbeitende mit Personalverantwortung
in kirchlichen Einrichtungen wie zum Beispiel der Caritas, der Diakonie und kirchlichen Trägern