- Tag 1 - Grundlagen, Einrichtung und erste Agenten-Aufgaben
- Einführung in agentenbasierte Entwicklung
- Vom code-first" zum agent-first": Was ändert sich an der Rolle der Entwicklerin/des Entwicklers (vom Schreiben zum Orchestrieren)?
- Was ist Antigravity und wie grenzt es sich von reinen Code-Vervollständigern (Copilot, Cursor) ab?
- Einordnung: Wann lohnt sich Delegation an Agenten - und wann ist klassisches Arbeiten schneller?
- Installation und Einrichtung
- Systemvoraussetzungen; Verfügbarkeit für macOS, Windows und Linux
- Installation, Anmeldung mit Google-Konto, erste Konfiguration
- Modellauswahl und Modell-Optionalität: Gemini 3 Pro / 3.5 Flash, Claude Sonnet, GPT-OSS - Stärken im Überblick
- Auswahl des Arbeitsmodus: Agent-driven, Review-driven, Agent-assisted (empfohlen); Terminal-Policy
- Die Oberfläche verstehen
- Die zwei Surfaces: Editor-Ansicht (vertraute IDE auf VS-Code-Basis) und Agent Manager (Mission Control")
- Schneller Wechsel zwischen beiden (Cmd/Ctrl + E)
- Projekte und Workspaces: Wie der Agent Zugriff auf die richtigen Dateien, Werkzeuge und Rechte erhält
- Plan-Modus vs. Fast-Modus: wann welcher sinnvoll ist
- Erste Aufgaben an den Agenten delegieren
- Aufgaben in natürlicher Sprache formulieren - gute vs. schlechte Prompts
- Der Agentenablauf: planen -> umsetzen -> ausführen -> verifizieren
- Tool-Aufrufe innerhalb von Tasks beobachten und nachvollziehen
- Praktische Übung 1: Erstes Projekt und erste Agenten-Aufgabe
- Problemstellung: Ein leeres Projekt anlegen und eine kleine, lauffähige Anwendung (z. B. ein einfaches Spiel oder eine kleine Web-Komponente) agentengestützt erstellen lassen
- Lösung: Projektordner einrichten, Aufgabe im Agent Manager formulieren, Plan prüfen, Umsetzung freigeben, Ergebnis ausführen
- Ergebnis: Eine vom Agenten erstellte, getestete und lauffähige Anwendung samt README
- Tag 2 - Artefakte, Steuerung, Sicherheit und Multi-Agenten-Ausblick
- Artefakte und Verifizierung - die Trust Gap" schließen
- Was sind Artefakte? Task-Listen, Implementierungspläne, Screenshots, Browser-Aufzeichnungen, Walkthroughs
- Wie Artefakte beweisen, was der Agent getan hat - statt blind dem Code zu vertrauen
- Implementierungspläne lesen, kommentieren und gezielt anpassen (Google-Docs-artiges Feedback)
- Browser-Steuerung und automatisiertes Testen
- Wie der Agent über Editor, Terminal und Browser hinweg arbeitet
- Anwendungen automatisch im Browser starten und das Verhalten verifizieren lassen
- UI-Iteration: Änderungen anfordern und am visuellen Ergebnis prüfen
- Agenten steuern: Regeln und Workflows
- Eigene Regeln (Rules) definieren, damit Ergebnisse zu eigenen Standards und Konventionen passen
- Wiederverwendbare Workflows für wiederkehrende Aufgaben
- Die Wissensbasis: Wie der Agent nützlichen Kontext speichert und über die Zeit besser wird
- Sicherheit und Kontrolle
- Agent-Sicherheit: Allow-Liste, Deny-Liste und Browser-Allow-Listen
- Terminal-Ausführungsmodi: Bestätigung erzwingen statt blind ausführen
- Best Practices: Pläne vor Freigabe prüfen, Aufgaben sauber trennen, unnötige Dateien/Abhängigkeiten vermeiden
- Ausblick: Antigravity 2.0 und das Ökosystem
- Standalone-Desktop-App als zentrale Schaltstelle
- Mehrere Agenten parallel und dynamische Subagenten; geplante Aufgaben (Scheduled Tasks) für Hintergrund-Automatisierung
- Antigravity CLI und SDK im Überblick (terminal-basiertes bzw. programmatisches Arbeiten)
- Integrationen: Export aus Google AI Studio, Firebase, Android, Workspace-APIs - Einordnung, was wofür sinnvoll ist
- Hinweis: lokales Arbeiten steht im Vordergrund; Cloud-Deployment wird nur kurz eingeordnet
- Praktische Übung 2: End-to-End-Aufgabe mit Verifizierung
- Problemstellung: Eine bestehende kleine Anwendung um eine Funktion erweitern und das Ergebnis nachweislich verifizieren lassen
- Lösung: Aufgabe im Plan-Modus formulieren, Implementierungsplan prüfen und kommentieren, Umsetzung freigeben, Agent im Browser testen lassen, Artefakte (Screenshots/Walkthrough) zur Abnahme nutzen; optional eigene Regel hinterlegen
- Ergebnis: Eine erweiterte, getestete Anwendung samt nachvollziehbarer Verifizierungs-Artefakte
LernzieleAm Ende des Seminars können die Teilnehmenden Antigravity installieren, einrichten und souverän bedienen. Sie verstehen das agentenbasierte Entwicklungsparadigma, können Aufgaben sinnvoll an Agenten delegieren, deren Pläne und Ergebnisse kritisch prüfen und über Regeln, Workflows und Sicherheitseinstellungen kontrolliert steuern. Sie sind in der Lage, eine kleine Anwendung end-to-end agentengestützt zu entwickeln und zu verifizieren.ZielgruppenDieses Seminar richtet sich an Entwicklerinnen und Entwickler, technische Teamleads, Prototyping- und Automatisierungs-Interessierte sowie alle, die mit agentenbasierter Softwareentwicklung starten möchten.
Teilnahmevoraussetzungen
Sie verfügen über grundlegende Erfahrung im Umgang mit einer Entwicklungsumgebung (IDE).
Sie besitzen Basiswissen in mindestens einer Programmiersprache.
Sie haben Interesse an modernen KI-gestützten Entwicklungswerkzeugen und Automatisierung.
Tiefes Vorwissen in den Bereichen Künstliche Intelligenz oder Machine Learning ist nicht erforderlich.
Empfohlen wird eine Lizenz wie Google AI Pro.