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Spekulationsblasen, systematische Fehlentscheidungen von Anlegern und Abweichungen von theoretischen Modellen gehören zu den wiederkehrenden Phänomenen der Finanzmärkte.
Die klassische Finanztheorie basiert auf der Annahme, dass Marktteilnehmer rational handeln und alle verfügbaren Informationen effizient in ihre Entscheidungen einbeziehen. Dieses Modell des Homo Oeconomicus bildet bis heute die Grundlage vieler finanzwirtschaftlicher Modelle und Theorien – von der Portfoliotheorie bis zur Efficient Market Hypothesis.
In der Praxis zeigt sich jedoch ein anderes Bild. Anlageentscheidungen werden nicht ausschließlich rational getroffen. Emotionen, Wahrnehmungsverzerrungen, intuitive Entscheidungsprozesse und soziale Einflüsse spielen eine zentrale Rolle. Anleger reagieren unterschiedlich auf Gewinne und Verluste, überschätzen ihre Fähigkeiten, folgen Trends oder orientieren sich am Verhalten anderer Marktteilnehmer.
Behavioral Finance verbindet Erkenntnisse aus Ökonomie, Psychologie und Neurowissenschaften und erklärt, wie Menschen tatsächlich Entscheidungen unter Unsicherheit treffen.
Das Forschungsfeld liefert damit eine fundierte Erklärung für zahlreiche beobachtbare Marktphänomene – von systematischen Anlegerfehlern über Kapitalmarktanomalien bis hin zu spekulativen Übertreibungen.
Warum Behavioral Finance heute unverzichtbar istFür Finanzexperten eröffnet dieses Wissen neue Perspektiven: Wer die psychologischen Mechanismen hinter Anlageentscheidungen versteht, kann Marktbewegungen besser einordnen, Risiken differenzierter bewerten und Entscheidungsprozesse im Investment- und Beratungsumfeld verbessern.
Unsere Weiterbildung Behavioral Finance vermittelt fundierte Einblicke in die wichtigsten Theorien und empirischen Erkenntnisse der Verhaltensökonomie. In fünf aufeinander aufbauenden Modulen werden die psychologischen Grundlagen von Finanzentscheidungen, zentrale Marktanomalien sowie die praktischen Anwendungen im Investment-, Beratungs- und Unternehmenskontext behandelt.INHALTE
Modul 1:Grundlagen Behavioral FinanceEinführung & Einordnung der Behavioral Finance im Kontext der klassischen Finanztheorie sowie zentrale Annahmen und Grenzen der Efficient Market Hypothesis (EMH)
Wahrnehmungs- und Entscheidungsprozesse: Heuristiken wie Framing, Primacy-/Recency-Effekte sowie intuitive vs. rationale Informationsverarbeitung
Zentrale Verhaltensanomalien und Biases, u. a. Verlustaversion, Endowment-Effekt, Geldillusion, Reziprozität, Noise Trading und Momentum-Effekte
Praxisnahe Veranschaulichung anhand von Beispielen aus Konsumverhalten und Kapitalmärkten sowie interaktiven Übungen und Fallstudien (z. B. Dotcom-Blase)
Aktuelle Entwicklungen: Neurofinance, Einsatz von Künstlicher Intelligenz sowie regulatorische Aspekte und Investorenschutz
Entscheidungsmodelle unter Unsicherheit: Erwartungsnutzen, Bernoulli-Prinzip, μ-σ-Regel sowie Sicherheitsäquivalent und Risikoprämie
Entstehung und ökonomische Interpretation von Risikoaversion und Risikobereitschaft
Zeitpräferenzen in der Ökonomie: Die Ursache für (zeit)inkonsistentes Verhalten - exponentielles vs. hyperbolisches Diskontieren
Die Prospect Theory im Detail: Entscheidungsphasen, Referenzpunkte, Risikoeinstellung, Wertfunktion und Gewichtung von Wahrscheinlichkeiten
Einordnung und Erklärung von beobachteten Verzerrungen und Heuristiken
Implikationen der Prospect Theory für wirtschaftliche Entscheidungen und Diskussion zentraler Kritikpunkte und empirischer Befunde
Spekulationsblasen, systematische Fehlentscheidungen von Anlegern und Abweichungen von theoretischen Modellen gehören zu den wiederkehrenden Phänome...
Mehr Informationen| Datum | Dauer | Preis | ||
|---|---|---|---|---|
| Frankfurt am Main, DE | ||||
| 19.10.2026 8 h | 8 h | Details | Details Jetzt buchen | |