Warenursprungs- und Präferenzregeln bei Ex- und Importgeschäften - Grundlagen- + Aufbaumodul - Seminar / Kurs von ZAK Zoll- und Außenwirtschafts- Kolleg GmbH

Inhalte

Die Europäische Union/Gemeinschaft hat weltweit mit über 200 Ländern Abkommen über die Gewährung von Zollvorteilen, sog. Präferenzabkommen, geschlossen. Neben den Rest-EFTALändern und zahlreichen Mittelmeeranrainern (z. B. Marokko und Tunesien) sind auch Mexiko, Chile, Südafrika sowie die APSEntwicklungsländer zu nennen. Die Abkommen sehen dabei teilweise gegenseitige Zollbegünstigungen vor, wirken aber oft auch nur bei der Einfuhr in die EU aus diesen Vertragsländern. Die Gewährung dieser Präferenzen bei der Einfuhr im Bestimmungsland hängt von der Vorlage eines Präferenznachweises (z. B. EUR. 1) ab. Maßgeblich beim Export hat also der EU Aussteller eines Präferenznachweises damit seine Hausaufgaben zu erledigen. Auf die Einhaltung der richtigen Ursprungsregeln kommt es an! Erst nach erfolgter Ursprungskalkulation ist die Abgabe/Beantragung eines Präferenznachweises möglich. Eine Dokumentation über die getätigten Präferenzkalkulationen und damit der ordnungsgemäßen Ausstellung ist für die Überprüfung durch die zuständige Zollbehörde vorzuhalten. Die Regeln sind größtenteils kompliziert, Fehlerquellen vorprogrammiert! Urprungsregeln sind zu beachten und Be- und Verarbeitungslisten zu prüfen. Zwischenzeitlich gesellen sich zu den landläufig bekannten Präferenzpapieren EUR. 1, Ursprungserklärung auf Rechnung, Warenverkehrbescheinigung A.TR., Ursprungszeugnis Form A weitere Präferenzpapiere wie Warenverkehrsbescheinigungen EUR-MED oder MED-Erklärungen auf Rechnung hinzu. Das Erstaunen der Beteiligten ist sicher! Aber auch bei der Beantragung eines Ursprungszeugnisses sind die im Zollkodex vorgegebenen Ursprungsregeln zu prüfen. Das Thema Präferenzen nimmt im internationalen Handel zusehends Raum ein. Da aber die Bedingungen in einzelnen Unternehmen z. T. höchst unterschiedlich ausgeprägt sind, können Sie bei ZAK neben dem Komplettkurs auch nur einen Grundlagenoder Aufbauteil gesondert buchen. Wie immer bei ZAK Schulungen, denken Sie doch an den Bildungsscheck! Näheres unteroder auf der Internetseite von ZAK.

 

Grundlagenmodul 264:

Im Grundlagenteil erarbeiten die Teilnehmer die Systematik des Ursprungsrechts, erkennen deren Bedeutung im Außenhandel und erlernen die Anwendung der komplizierten Vorschriften. Anhand praktischer Beispiele werden viele Zweifelsfragen erläutert, insbesondere:

- Einführung in das Ursprungs- und Präferenzrecht der EU   - Gemeinsamkeiten und Unterschiede- Abgrenzung präferentieller / nichtpräferentieller Ursprung- Das Ursprungszeugnis   - Ursprungsregeln und deren Umsetzung   - Ausstellungsvoraussetzungen   - elektronische Beantragung bei der IHK- Die Präferenzabkommen im Überblick   - Unterschied einseitige / zweiseitige Abkommen   - Ursprungsregeln und Ursprungskalkulation   - Ursprungsnachweise beantragen bzw. selbst abgeben - EUR. 1 / EUR-MED / Ursprungserklärung auf Rechnung- Lieferantenerklärungen   - Funktion und Formen   - Anforderung beim Lieferanten, (Über)Prüfung   - Abgabe an Kunden in Deutschland / der EU- Chancen durch Kumulierung   - bilaterale Kumulation   - pan-euro-mediterrane Kumulation (EUR-MED)- EDV-technische Unterstützung

Viele Abkommen bieten aufgrund der implantierten Regel der Kumulation Zusatzchancen für den internationalen „Zollfreihandel. Gerade im Verkehr mit dem Mittelmeerraum und der EFTA können z. B. marokkanische Ursprungswaren, die in der EU nicht weiter be-/verarbeitet werden, präferenziert in die Schweiz geliefert werden. Im Falle einer Be-/Verarbeitung in der EU ist der Grad der Veränderung für die Ursprungsbestimmung entscheidend. Im Tagesgeschäft sollten Sie aber nicht außer Acht lassen, dass Ihr Unternehmen ggf. über die Verfahrensvereinfachung des Ermächtigten Ausführers verfügt. Festgestellte Zuwiderhandlungen gegen Präferenzbestimmungen können diese Genehmigung gefährden. Die sichere Handhabungen der Bestimmungen ist also Trumpf! Für diesen Kurs brauchen Sie keine Vorkenntnisse. Gleichwohl sind Ihre Fragen willkommen. Die Referenten sind erfahrene Profis und helfen Ihnen zum vollständigen Verständnis. Viele Beispiele verdeutlichen den Themenkreis. Mit diesem Grundlagenkurs sind Sie in der Lage, Präferenzen sicher und zielgenau zu ermitteln.

 

Aufbaumodul 265:

Das Ursprungssystem der Europäischen Union/Gemeinschaft bietet die Nutzung von Zollvorteilen/-präferenzen im Warenverkehr mit vielen Ländern an. Zollreduzierungen stehen aber nicht nur im Interesse des Importeurs, sondern Zollvorteile für den ausländischen Kunden sind auch Verkaufsargumente für den Exporteur. Aufbauend auf den Kenntnissen aus den Grundlagenseminaren werden die Unterschiede zwischen eingeschränkter und voller Kumulation ebenso vertieft wie die pan-euro-mediterrane Kumulation oder die SAP-Kumulierung. Der professionelle Umgang mit den unterschiedlichen Be-/Verarbeitungslisten der einzelnen Abkommen zeichnet den Experten aus! Wo liegen die Grenzen von Prozentklauseln im Vergleich zum geforderten Positionswechsel? Die gezielte Warenbeschaffung sowie die an technischen und qualitativen Anforderungen ausgerichtete " richtige Be-/Verarbeitung sind der Garant für den Export mit den zutreffenden Ursprungsnachweisen. Insbesondere in Zeiten wirtschaftlicher Rezession gewinnt der zollfreie/-begünstigte Einkauf einerseits und der präferenzberechtigte Verkauf von Waren anderseits an Bedeutung: Alle Beteiligten achten auf Kosteneinsparungen! Welche Vorteile wird der Ausbau der euromediterranen Zone im Mittelmeerbereich bringen? Hier sind interessante Märkte für EU-Firmen! Allerdings darf im internationalen Warenverkehr die Tatsache nicht vernachlässigt werden, dass der Importeur grundsätzlich für die Richtigkeit des von ihm vorgelegten Präferenznachweises haftet. Hieraus ergibt sich ein besonderes Vertrauensverhältnis zwischen Ex- und Importeur auf ursprungsrechtlicher Basis. In fast allen Präferenzabkommen ist die Möglichkeit vorgesehen, Präferenznachweise nicht nur im Einzelfall beim Zollamt zu beantragen, sondern unabhängig vom Warenwert (> 6.000 EUR) ohne Mitwirkung des Zolls in Form einer Ursprungserklärung abgeben zu können. Beantragen Sie hierfür die Bewilligung zum Ermächtigten Ausführer. Preis für diese Vereinfachung ist die Übernahme einer höheren Eigenverantwortung für die Ursprungsermittlung: Eine Prozessbeschreibung (Arbeits/Organisationsanweisung) ist erforderlich! Im Warenverkehr mit der Republik Korea ist diese Vereinfachung immer erforderlich für den Versand von Sendungen mit Ursprungszeugnissen, deren Wert 6.000 EUR je Sendung übersteigt. Neben der Vertiefung aller Themen des Grundlagenseminars werden vorgestellt, vertieft und eingeübt:

- pan-euro-mediterrane/paneuropäische Kumulation- Anwendung der Listenkriterien für aufwändige Waren

-  präferentielle Abläufe im Unternehmen (Organisation)- Lieferantenerklärungen in der „gesteigerten Form- Abkommen/Besonderheiten mit Mexiko, Chile, Ägypten, Süd- afrika, Israel und Jordanien im Vergleich zur EFTA- mehrstufige Produktion (Bottom-Up-/Top-Down-Methode)- Warenzusammenstellungen und Umschließungen- Ersatzteile und Zubehör- Besonderheiten für Entwicklungsländer- Ausblick außenwirtschaftsrechtlicher Ursprung seit 01.05.201 und registrierter Ausführer (REX) seit 2017- behördliche Nachprüfungse

SG-Seminar-Nr.: 5196722

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