Statistische Tolerierung für die Serienfertigung im Maschinen- und Fahrzeugbau - Seminar / Kurs von Technische Akademie Wuppertal e.V.

Serienprodukte wirtschaftlich und prozesssicher tolerieren* statistische Toleranzanalyse in der Klein- und Großserie* Toleranzverknüpfungen und Maßkettenabgleich* Montagesimulation* Qualitätsmerkmale optimieren* Prozesssicherheit sicherstellen

Inhalte

Die Tolerierung in der Serienfertigung ist ein entscheidender Kostenfaktor. Ziel der herkömmlichen Toleranzrechnung ist die vollständige Austauschbarkeit bei Montagen sicherzustellen. In der Regel führt dies zu engen Toleranzen mit hohen Anforderungen an die Fertigung und Prüfung. Da sich die Herstellkosten etwa quadratisch zu den Toleranzfeldgrößen verhalten, werden aus Kostengründen möglichst große Einzeltoleranzen gewählt. Die statistische Toleranzanalyse nach DIN 7186 - Prinzipien ist ein Ansatz, um die Herstellkosten in der Serienfertigung zu senken und dennoch die Funktionalität und Qualität beizubehalten. Die statistische Tolerierung ermöglicht es, mit vorgegebener Prozesssicherheit (CpK) und einer steuerbaren Austauschsicherheit (ppm) meist deutlich erweiterte Toleranzfelder zuzulassen.Mit diesem Konzept kann die übliche Kostenspirale: Engere Toleranzen - höhere Herstellkosten - genauere Prüfung, unterbrochen und die Teilekosten um ca. 10% gesenkt werden. Viele Automobilhersteller wenden diese Methode mit Erfolg an. Dies ist ein weiterer Ansatz, das vorhandene Kostenpotenzial auszuschöpfen und Qualitätsparameter zu optimieren. Das Seminar vermittelt Methodenwissen, um Serienprodukte wirtschaftlich zu tolerieren und die angestrebte Prozesssicherheit zu gewährleisten. Basierend auf der Methode der statistischen Tolerierung wird für Klein- und Großserien gezeigt, wie Sie für definierte Qualitätszielvorgaben günstige Toleranzen ohne Qualitätsverlust ermitteln und im Fertigungsprozess überwachen.

  • Kostenpotenziale in Konstruktion, Fertigung, Qualitätssicherung
  • Entstehung von Maßketten
  • Produktbezogen und Systembezogen, Schieß- und Schließtoleranz, Maßkettenrechnung
Grundlagen der statistischen Tolerierung
  • Allgemeine Verteilungen, Klein- und Großserienverteilungen, Beschreibung von Verteilungen, Mittelwert, Varianz, Abweichungsfortpflanzungsgesetz, zentraler Grenzwertsatz, Faltung
Grundprobleme der Maßkettenrechnung
  • Einzelteil-, Kleinserie- und Großserienverknüpfung, Berücksichtigung von Spiel/Preßung, Paßmaße, Form- und Lagetoleranzen
Erstellung von Maßplänen
  • Vorzeichenkonvention, vektorielle Darstellung
Ermittlung wirtschaftlicher Einzeltoleranzen bei gegebener Funktionstoleranz Bestimmung günstigster Toleranzen mit der Qualitätsverlustfunktion
  • Abhängigkeit zwischen Toleranzfeld und Kosten, Fertigungsverteilung, Varianzanalyse, optimal abgestimmte Toleranzfelder
Überwachung des Fertigungsprozesses
  • Qualitätsregelkarten, Prozessgüte, Prozessstreubreite, Prozessfähigkeit, Indizes
Simulation einer Baugruppenmontage Toleranzrechnungen an linearen Systemen
  • Berücksichtigung von Preß- und Spielpassungen, verschachtelte Maßketten
Toleranzrechnungen an nichtlinearen Systemen
  • Ebene Toleranzketten, Volumentolerierung, Getriebeprobleme
Toleranzen bei Kunststoffteilen
  • Einflußgrößen aus Werkzeug und Maschine, gemessene Verteilungen, Abstimmung von Maßen und Toleranzen

Zielgruppen

Techniker, Konstrukteure aus dem Maschinen-, Automobil- und Gerätebau

SG-Seminar-Nr.: 1643049

Anbieter-Seminar-Nr.: 1211-158

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