Optimierte Abwicklung von Reparatur-, Garantie- und Ersatzteillieferungen - Seminar / Kurs von ZAK Zoll- und Außenwirtschafts- Kolleg GmbH

- Abgaben (ein)sparen durch Nutzen geeigneter Szenarien -

Spezialseminar

Inhalte

Außerhalb der EU sitzende Kunden schicken Ihnen Teile und Komponenten zur Prüfung und Reparatur - dies in der Regel ohne große Vorankündigung? Sie sind auf die Reparatur von Waren spezialisiert und haben regelmäßig Auftraggeber,   die außerhalb der EU sitzen?… oder umgekehrt: Sie wollen ein defektes Teil zwecks Reparatur an den Hersteller oder an einen Reparaturbetrieb außerhalb der EU senden? Dann gilt es diesen "Rundlauf" zu skizzieren, denn die Ware trifft auf ihrem Weg mindestens 4 mal auf den Zoll!

Derartige Instandsetzungen sind teilweise auch im Rahmen bestehender Garantieverpflichtungen oder auch aus Kulanz zu erbringen, zum Teil kostenlos und zum anderen Teil mit Berechnung. Geräte- und Anlagenbauer bezeichnen in der Regel den Handel mit (Original) Ersatzteilen als ihr zweites Standbein. Wie wird aber im Ausland ein solches Ersatzteil zollrechtlich behandelt? Kann ich hier einen Bezug zur vorangegangenen Lieferung der Hauptware herstellen und Abgaben sparen? Fragen, die es zu klären gilt!

Reparaturen und Garantiefälle sind neben der kaufmännischen Anforderung auch zoll- und außenwirtschaftsrechtliche Problemstellungen, für die eine entsprechende Ablaufplanung unentbehrlich ist. Beginnend mit Ausfuhrabfertigung im eigenen Land trifft die Ware später im Empfangs-/Reparaturland ein und muss zollamtlich behandelt werden. Da die Ware durch die Reparatur behandelt und verändert wird, bedarf es der Überführung in ein spezielles Zollverfahren - der Veredelung. Dieses von der Nämlichkeitssicherung abhängige Zollverfahren endet mit der Wiederausfuhr aus dem Land der Instandsetzung. Wenn die reparierte Ware nun ins eigene Land zurückkommt, dann gilt sie nicht mehr als Rückware, da sie im Ausland behandelt/verändert worden ist. Welche Abgaben aber entstehen in diesem Augenblick?

In nicht seltenen Fällen stellt der Reparateur fest, dass die Reparatur unwirtschaftlich, zu teuer, nicht zielgerichtet aufgrund des Alters der Ware ist oder gar unmöglich ist. Was aber, wenn irreparable Waren gegen andere Waren ausgetauscht werden? Wie reagiert der Zoll auf ein derartiges Vorhaben? Wird der Austausch durch eine gleichwertige Ware regelmäßig nach Absprache akzeptiert, ist die Bewertung im Tausch gegen höherwertigere Teile viel differenzierter zu betrachten.

In diesem Seminar wird der vorbeschriebene Themenkreis anhand diverser Beispiele erarbeitet. Dabei werden der Austausch von Waren ebenso behandelt wie der Frage nach geeigneten Lösungswegen nachgegangen. Die Ursprungsbestimmung in derartigen Fällen - unabhängig ob Ursprungszeugnis oder Präferenznachweis - ist einer der Punkte, die möglicherweise bei der Wiedereinfuhr zu (Zoll)Vorteilen führen. Entsprechende Sonderregelungen lernen Sie kennen.

Die in diesem Zusammenhang wichtigen tariflichen und außertariflichen Zollbefreiungen bieten ebenfalls Möglichkeiten, die Abgabenzahlung zu verhindern oder zumindest zu reduzieren. Aus der sog. Zollbefreiungsverordnung (EU) Nr. 1186/2009 ergeben sich Gestaltungsmöglichkeiten u. a.

  • für Übersiedlungsgut ausländischer Mitarbeiter, die in die EU umziehen,
  • Warenmuster und -proben mit geringem Wert,
  • Werbedrucke und Werbegegenstände sowie
  • zu Analyse-, Prüfungs- oder Versuchszwecken eingeführt Waren.

Sie erkennen die erforderlichen Rahmenbedingungen und werden in der Lage sein, derartige Zollvorteile auch für Ihr Unternehmen zu reklamieren.

Aus dem Themenbereich:

  • Reparaturen und Garantiefälle - als zollrechtliche Problemstellung
  • Tarifliche Abgabenbefreiungen
  • Außertarifliche Abgabenbefreiungen - Rückwaren incl. Nachweisführung
  • Anwendungen von Zollpräferenzen - Ursprungsfindung bei Reparatur
  • Aktive Ausbesserung - Vereinfachte Form einer aktiven Veredelung - Ohne formelle Bewilligung - Ab wann ist ein Veredelungsverkehr erforderlich?
  • Passive Ausbesserung - Vereinfachte Form einer passiven Veredelung
  • Ausbesserung versus regulärer Ein- und Ausfuhr - Abgleich zwischen kaufmännischer Idee und zollrechtlicher Handlung
  • Zollbefreiungsverordnung - Die wichtigsten Befreiungstatbestände im Überblick

Lernziele

Die fundierte Planung derartiger Abläufe öffnet Ihnen den Weg zur Optimierung der Abgaben. Sie erarbeiten die unterschiedlichen Möglichkeiten, die stets in Einklang mit der bestehenden kaufmännischen Idee zu bringen sind und werden sich zielsicher für den optimalen Weg entscheiden können.

Zielgruppen

Angesprochen sind neben den Entscheidungsträgern von Unternehmen insbesondere die Sachbearbeiter/innen, die derartige Reparatur- und Ersatzteilsendungen "durch den Zoll bringen" müssen, Logistiker, Dienstleister, Zolldeklaranten und Spediteure.

SG-Seminar-Nr.: 1375694

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