Nachträge wegen Bauablaufstörungen - Seminar / Kurs von IBR-SEMINARE - id Verlags GmbH

Inhalte

1. Die vielfach missverstandene Rechtsprechung des BGH

  • Die Entscheidungen aus den Jahren 2002 und 2005 als Ausgangspunkt
  • Die hieran anknüpfende obergerichtliche Rechtsprechung und ihre "Schwächen"

2. Neue Lösungsansätze

  • Juristische Denkweise in Anspruchsgrundlagen
  • Orientierung der Darlegungs- und Beweislast nach Störungsgrund und Planungsverantwortung
  • Kann die "bauablaufbezogene Darstellung" Allgemeingültigkeit beanspruchen?

3. Konsequenz: Gerichtsfester Umgang mit Bauzeitverlängerungsansprüchen

  • Sicherer Weg zu einer verwertbaren Dokumentation
  • Die Bedeutung und richtige Bewertung von Terminplänen
  • Sequenzielle Fortschreibung bauablaufbezogener Störungen
  • Auswirkung der Störungen auf einzelne Kostenelemente (EKT, AGK, BGK etc.)
  • Folgen für die einschlägigen Anspruchsgrundlagen (Vergütung/Schadensersatz/Entschädigung) im Einzelnen

4. Bauzeitverlängerungsansprüche von Architekten/Ingenieuren

  • Denkbare Konstellationen und Anspruchsgrundlagen
  • Voraussetzungen im Einzelnen und Anspruchshöhe

Lernziele

Seit der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs aus den Jahren 2002 und 2005 hat sich landläufig in allen baurechtsrelevanten Sparten die Meinung verbreitet, dass die gerichtsfeste Darlegung baubetrieblicher Ansprüche "unmöglich" sei. Zu dieser Auffassung tragen nicht unwesentlich aktuelle obergerichtliche Urteile bei, insbesondere die Entscheidung des OLG Köln vom 28.01.2014. In der Praxis hat sich die Darstellung von Bauzeitverlängerungsansprüchen durch die Vorlage umfangreicher und kostenintensiver baubetrieblicher Gutachten etabliert. Ziel dieses Seminars ist es, aufzuzeigen, dass die bisherige Rechtsprechung nur spezielle Einzelfallentscheidungen betrifft und keine Allgemeingültigkeit für alle bauzeitrelevanten Sachverhalte beanspruchen kann. Zudem soll verinnerlicht werden, dass Ansprüche wegen Bauablaufstörungen in aller erster Hinsicht auf der rechtlichen Ebene und nicht durch baubetriebliche Gutachten zu klären sind. Es werden neue Lösungsansätze aufgezeigt, die auch unter Berücksichtigung der momentanen Rechtsprechung den Umgang mit baubetrieblichen Nachträgen sowohl auf der Auftraggeber- als auch auf der Auftragnehmerseite wesentlich erleichtern. Die bisher eher vernachlässigten Bauzeitverlängerungsansprüche der Architekten/Ingenieure bilden ebenfalls einen Kernpunkt des Seminars.

Zielgruppen

Bauleiter, Architekten, Bauingenieure, Projektsteuerer, öffentliche Bauherren, Bauträger, Baujuristen, Sachverständige und Auftragnehmer (Bauwirtschaft).

SG-Seminar-Nr.: 2849933

Anbieter-Seminar-Nr.: 2634

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