Kraftwerksoptimierung und Speicherung: Mit Flexibilitäten Geld verdienen - Seminar / Kurs von BEW GmbH - Das Bildungszentrum für die Ver- und Entsorgungswirtschaft gGmbH

Kraftwerksoptimierung und Speicherung: Mit Flexibilitäten Geld verdienen

Inhalte

FLEXIBILITÄTEN IDENTIFIZIEREN UND RICHTIG NUTZEN! Seit geraumer Zeit ist in der Politik und Energiebranche immer wieder von notwendiger Flexibilität in der Energieversorgung die Rede: Überschüssige Erzeugung aus Wind und Solaranlagen soll flexibel durch Biomasse- und Pumpspeicheranlagen aufgefangen werden. Bei Windflaute sollen Gaskraftwerke flexibel einspringen. Batteriespeicher sollen flexibel das Netz stabilisieren. Smarthomes sollen flexibel Strom verbrauchen. Durch Sektorkopplung soll flexibel von Strom auf Wärmeproduktion und vice versa umgeschaltet werden. Doch was ist Flexibilität? Was ist meine Flexibilität wert? Und wie gehe ich damit um? Das alles sollen Sie im Rahmen dieser Veranstaltung kennen lernen. Im ersten Teil des Workshops erfahren Sie, wie die Rolle der Flexibilitätsoptionen im nationalen Kontext definiert und daraus Optionen für den regionalen und lokalen Bereich abgeleitet werden. Weiterhin lernen Sie, wie Sie den Einsatz der von Ihnen gewählten Flexibilitäten optimieren, und können sich an Beispielen aus der Praxis regenerativer Energieerzeugung und -speicherung orientieren.

Im zweiten Teil sehen wir uns ein konkretes Beispiel aus dem Alltag eines Stadtwerks an: Ein Verbundsystem aus einem Gaskraftwerk Müllverbrennungsanlagen mit Einspeisung in ein Fernwärmenetz. Gemeinsam werden wir die Mehrerträge aus Flexibilitätsvermarktung identifizieren und durch mathematische Modellierung optimal auf verschiedenen Märkten und Fristigkeiten einsetzen. Abschließend möchten wir Ihnen Möglichkeiten zur Umsetzung ihrer Flexibilitätsstrategie vorstellen.

IHR NUTZEN
  • Vorstellung von Praxis- und Umsetzungsbeispielen:Die Teilnehmer können Ihre Erfahrungen anhand der eigenen Situation/Anlage mit einbringen.
  • Austausch mit den Experten über die Flexibilitäten der eigenen Erzeugungs- und Verbrauchseinheiten
  • Ausreichend Zeit zum Austausch und für Diskussionen

Lernziele

ENERGIESZENARIO DEUTSCHLAND
  • Grundverständnis der Notwendigkeit der spezifischen Zusammensetzung des Kraftwerksparks
  • Vorstellung des Simulationstools SCOPE und eines ermittelten, optimalen, nationalen Kraftwerksparks und Szenarien basierter Ableitung notwendiger Maßnahmen
  • Vorstellung microSCOPE als Werkzeug für regionale und lokale Einsatzoptimierungen von Flexibilitätsoptionen und die Möglichkeit der Investitionsoptimierung basierend auf einem bestehenden Anlagenportfolio
  INTRADAY-HANDEL
  • Innovativer Anlageneinsatz und Fahrplanoptimierungsstrategien
  • Algo-trading von erstellten Fahrplänen
  • Beispiele und Werkzeuge: microscope
  • Europäische Binnenmarkt Regularien zur Regelenergie und Regelleistung
    • Aktuell
      • Aktuelle Märkte und laufende Harmonisierung
      • Day-Ahead-Auktionen im Überblick, RL-Auktionen und Intradayhandel
    • Zukünftig
      • Kurzfristige Regelarbeitsmärkte, Förderung des kurzfristigen (kontinuierlichen Handels) durch bspsw. Integration von kleinen dezentralen Anlagen und Änderungen Bilanzkreisabrechnungs-Anforderungen
      • Erweiterung XBID und grenzübergreifender Handel
  TECHNOLOGISCHE OPTIONEN ZUR FLEXIBILISIERUNG Heizkraftwerke
  • Motorische BHKWs
  • Biogasanlagen
  • Speichertechnologien: Batterien, PtG etc.
  AUSLEGUNG UND BENCHMARKING
  • Speicherdimensionierung: Wärme, Strom, Gas
  • Wirtschaftliche Bewertung: Wie werden unterschiedliche Flexibilitätsoptionen mit technischen und ökonomischen Parametern beschreibbar und damit auch vergleichbar gemacht?
  • Berechnungsverfahren und -werkzeuge
  • Beispiele
    • Optmix, BenFlex, FlexHKW
    • Lastmanagement im elektrischen und Wärmebereich (Abfallvergärung)
    • Einsatzvermeidung Spitzenlastkessel
ANALYSE DER AUSGANGSLAGE UND IDENTIFIKATION VON FLEXIBILITÄTEN
  • Um welche Erzeugungsanlagen geht es?
  • Wie sind die Anlagen verbunden? Was sind die Energie- und Materialflüsse im Gesamtsystem?
  • Was sind die wichtigsten Einschränkungen und Rahmenbedingen?
  • Welche Flexibilitäten weist das Gesamtsystem heute auf?
  • Was soll optimiert werden?
  • Wie könnte die Flexibilität in Zukunft gesteigert werden?
  OPTIMIERUNGSMODELLE UND ALGORITHMEN
  • Der übliche Ansatz: Mixed-Integer Lineare Programmierung
  • Die Vorteile stochastischer dynamischer Programmierung
  VERMARKUNGSOPTIONEN UND NUTZUNG VON FLEXIBILITÄT
  • Day-Ahead Vermarktung am Spotmarkt
  • Nutzung von Terminflexibilität am Terminmarkt
  • Regelenergiemarkt und Opportunitätskosten
  • Zusätzliche Erträge am Intraday-Markt
  • Nutzung von Fördergeldern
  • Netznutzungsoptimierung
  PRAXISBEISPIELE
  • Optimierung eines Speichersystems (Wasser, Gas, Wärme)
  • Optimaler Einsatz eines Wärmeverbunds mit Müllverbrennung, GuD, Heizkesseln und Wärmespeicher
  GESTALTUNGSOPTIONEN
  • Vermarktungsübersicht
  • Was kann ich selber realisieren?
  • Alternativ: Anbindung an einen Dienstleister

Zielgruppen

Anlagenbetreiber, industrielle Energie-Erzeuger, Stadtwerke, kommunale Energieversorger, kommunale Entscheidungsträger, Land- und Abfallwirtschaft, Lebensmittelindustrie, Energieberater, Contractoren.

SG-Seminar-Nr.: 5474860

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