Grundlagen & Neuerungen der Musterbauordnung in Verbindung mit dem gebäudetechnischen Brandschutz - Seminar / Kurs von design security forum AG

mit Frank Möller und Dipl.-Ing. Arne Schneiders

Inhalte

TEIL 1 – VORMITTAG:GRUNDLAGEN MIT NEUERUNGEN IM BEZUG ZUR BAUPRODUKTENVERORDNUNGDie Musterbauordnung bildet als Grundlage für alle Landesbauordnungen die Basis für sämtliche Brandschutzanforderungen an Gebäude. Im Zuge der europäischen Harmonisierung mussten erhebliche Änderungen durch die europäische Bauproduktenverordnung vorgenommen werden, die zwingend zur Einführung einer Musterverwaltungsvorschrift für technische Baubestimmungen geführt haben. Nur mit dem richtigen Verständnis der technischen Basisbegriffe, der richtigen Einstufungen in Gebäudeklassen und einer schutzzielorientierten Betrachtungsweise ist ein Verständnis für die Anforderungen im Brandschutz zu erreichen. Dabei gewinnt die Übertragung von nationalen Klassifizierungen in weitgehend einheitliche, europäische Klassifizierungen immer mehr an Bedeutung.Die Herausforderung der Zukunft liegt in einem sicheren Umgang mit nationalen Klassifizierungen für Bauarten / Bauprodukte und europäischen Klassifizierungen für Bauprodukte zur Erreichung der geforderten Mindestschutzziele, ohne die Kosten für den Brandschutz unangemessen in die Höhe zu treiben.

SEMINARINHALTE – TEIL 1 ARNE SCHNEIDERS

  • Aufgaben des Brandschutzes
  • Struktur des Baurechts
  • Begriffe der Musterbauordnung
  • Gebäudeklassen / Nutzungseinheiten
  • Sonderbauten
  • Bauprodukte / Bauarten
  • Schutzziele
  • Das EuGH-Urteil vom 16.10.2014 – C-100/13 – zur Umsetzungder europäischen Bauproduktenverordnung
  • Baurechtliche Einführungsstände der Musterbauordnung
  • MVV TB
  • Hinweise zur Problematik von Verwendbarkeitsnachweisen
  • Anforderungen an Bauteile in Verbindung mit DIN 4102
  • Tragende Wände und Stützen, Trennwände, Brandwände
  • Rettungswege
  • Notwendige Treppenräume, notwendige Flure, Vorräume undSicherheitsschleusen
  • Übersetzung nationaler Begriffe in europäische Bezeichnungen

TEIL 2 – NACHMITTAG: BRANDSCHUTZ IN DER TECHNISCHEN GEBÄUDEAUSRÜSTUNG (TGA) RICHTIG VERSTEHEN & ANWENDENIm Schwerpunkt befasst sich das Seminar mit dem „Spannungsfeld“ Brandschutz in der Elektrotechnik. In modernen Gebäuden mit komplexer Infrastruktur kommen immer mehr elektrotechnische Anlagen der Energieversorgung, Mess-, Steuer- und Regelungstechnik sowie der  Sicherheitstechnik zum Einsatz. Neben der Tatsache, dass Elektroinstallationen selbst Brandursache sein können, verlaufen die Kabel und Leitungen durch alle Gebäudeteile, und durchdringen eine Vielzahl von brandschutzrelevanten Wänden und Decken und kreuzen nicht selten auch notwendige Rettungswege. Auch sicherheitstechnische Anlagen, die im Brandfall dafür sorgen, dass Menschen das Gebäude noch sicher verlassen können und wirksame Löscharbeiten möglich sind, funktionieren oft nur mit Strom. Daher ist es wichtig, dass diese Anlagen auch im Brandfall funktionsfähig bleiben (elektrischer Funktionserhalt).Die korrekte Ausführung, beginnend von der Konzeption über die Planung und Ausführung bis hin zur Abnahme, führt in der Praxis immer wieder zu einer Vielzahl von Fragestellungen und Problemen, insbesondere wenn es um das Thema Wechselwirkungen bzw. negative Beeinflussungen auf den Funktionserhalt geht.

SEMINARINHALTE – TEIL 2 FRANK MÖLLER

  • Neuerungen der Muster-Leitungsanlagen-Richtlinie (MLAR)
  • Stand der baurechtlichen Einführung der MLAR im Zusammenhang mit der MVV TB
  • Funktionserhalt elektrischer Sicherheitsanlagen im Brandfall: Planung sicherheitstechnischer Anlagen (Verteiler) unter Verwendung von Brandschutzgehäusen und unter Verwendung von eigenen Räumen / Funktionseinheiten
  • Was ist bei der Planung und Umsetzung zwingend zu beachten?
  • Auslegung und Schutzziele beim elektrischen Funktionserhalt
  • Wie lang muss welche Anlage im Brandfall funktionieren? Gibt es schutzzielorientierte Spielräume?
  • Wechselwirkungen und negative Beeinflussungen – was ist das, welche Probleme ergeben sich, Lösungen
  • Anforderungen der MLAR an Kabel- und Leitungswege
  • Im Dschungel der Verwendbarkeitsnachweise
  • Alternativen zur Ausführung
  • Typische Mängel und Fehler bei der Umsetzung
  • Praxishinweise für Planung und Montage aus Sicht der Kommentierung zur MLAR 2016
  • Vorteile von elektrischen Leitungen mit verbessertem Brandverhalten
  • Anforderungen der EltBauVO richtig verstehen

 

REFERENTEN

Frank MöllerFachplaner und Sachverständiger für gebäudetechnischen Brandschutz (EIPOS), zertifizierter Fachplaner für Brandmeldeanlagen nach DIN 14675, Geschäftsführender Gesellschafter der Möller BSP GmbH und Partner der ML Sachverständigengesellschaft mbH, Dozent bei ElPOS und im Berufsbildungszentrum Kassel, Mitautor des Kommentars zur MLAR 2016

Dipl.-Ing. Arne SchneidersArchitekt AKNW, Sachverständiger für vorbeugenden Brandschutz (EIPOS), Fachkraft für Flucht- und Rettungspläne nach DIN 23601, Fachkraft für Feuerwehrpläne nach DIN 14095, Inhaber des Büros „Arne Schneiders, Büro für Architektur und Brandschutz“, Partner der ML Sachverständigengesellschaft mbH

Lernziele

In diesem Seminar erfahren Sie zum einen die wichtigsten Grundlagen zum vorbeugenden Brandschutz und werden in die Thematik des Brandschutzes unter Einbeziehung der aktuellen Änderungen im Baurecht aufgrund der europäischen Bauproduktenverordnung eingeführt. Zusätzlich wird neben den Neuerungen der Richtlinien und Regelwerke, wie z. B. der MLAR 2016, insbesondere das Thema „Baulicher und anlagentechnischer Brandschutz“ mit Blick auf die Technische Gebäudeausrüstung (TGA) beleuchtet. Das Seminar beantwortet viele offene Fragen aus der Praxis und liefert Ideen zur praktischen Umsetzung. Sie erhalten einen Überblick, der nicht nur für den Planer, sondern auch für den praktischen Anwender auf der Baustelle ein Grundverständnis für die brandschutztechnischenMaßnahmen auf der Baustelle schafft.

Zielgruppen

Die Tagung richtet sich an alle Planungs- und Ingenieurbüros, Technische Leiter, Brandschutz-, Sicherheits-, Umwelt- und Abfallbeauftragte, Behördenvertreter, Facility Manager, Brandschutzbehörden, Arbeitsschutzbeauftragte und sonstige Interessenten.

SG-Seminar-Nr.: 5225899

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