Ausbildung zur Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten (60084) - Lehrgang von Technische Akademie Esslingen - TAE

In Theorie und Praxis zur EFKffT

Inhalte

Mit diesem Zertifikatslehrgang werden Nicht-Elektrofachkräfte "befähigt“, selbstständig wiederkehrende und festgelegte Arbeiten an elektrotechnischen Anlagen durchzuführen. Angesprochen sind sowohl Mitarbeiter aus Industrie-, Handwerks- und Servicebetrieben wie auch Haustechniker. Unter festgelegte Tätigkeiten fallen zum Beispiel Inbetriebnahme, Instandhaltung und Wartungsarbeiten an elektrotechnischen Anlagen. Diese Arbeiten müssen zunehmend von "Nicht-Elektrofachkräften“ durchgeführt werden. Um diesem Umstand Rechnung zu tragen, wurde in der Durchführungsanweisung der Unfallverhütungsvorschrift DGUV Vorschrift 3, früher BGV A3 (Elektrische Anlagen und Betriebsmittel) die Ausbildung "Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten“ definiert. Auch die Handwerksordnung greift dieses Thema auf. Dort ist in § 5 zu lesen: "Wer ein Handwerk nach § 1 Abs. 1 betreibt, kann hierbei auch Arbeiten in anderen Handwerken nach § 1 Abs. 1 ausführen, wenn sie mit dem Leistungsangebot seines Gewerbes technisch oder fachlich zusammenhängen oder es wirtschaftlich ergänzen“. Ziel des Lehrgangs: Die Teilnehmer dieses Lehrgangs lernen den sicheren Umgang mit elektrischen Spannungen, Strömen und Anlagen, die für Laien lebensgefährlich sind. Deshalb ist eine Vermittlung der grundlegenden theoretischen Zusammenhänge (Strom, Spannung, Widerstand und Leistung) genauso wichtig, wie die Sensibilisierung für die Gefahren und Wirkungen des elektrischen Stroms auf Lebewesen und Anlagen. Des Weiteren wird der sichere Umgang mit lebensgefährlichen Spannungen und Strömen im Niederspannungsbereich bis 1000V geübt. Dabei wird im Besonderen auf die Schutzarten und Schutzmechanismen eingegangen. Ein weiterer wichtiger Aspekt sind die rechtlichen Grundlagen für das Arbeiten an elektrischen Anlagen und die Aufgaben und Pflichten der EFKffT, aber auch die Grenzen der Tätigkeit. Zugangsvoraussetzungen > Ausbildung zur EuP > Mindestalter 18 Jahre > gesundheitliche Eignung; diese kann z.B. durch die arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchung nach dem berufsgenossenschaftlichen Grundsatz für arbeitsmedizinische Untersuchungen G 25 "Fahr-, Steuer- und Überwachungstätigkeiten“ nachgewiesen werden > Erste-Hilfe-Ausbildung (einschließlich Herz-Lungen-Wiederbelebung [HLW]) Teilnehmerkreis Das Seminar richtet sich an Mitarbeiter, idealerweise mit einer technischen Grundausbildung außerhalb der Elektrotechnik, die eine Ausbildung zur elektrotechnisch unterwiesenen Person (EuP) haben, zum Beispiel Mitarbeiter aus den Bereichen Mechanik, Arbeitssicherheit, Facilitymanagement, Haustechnik, Instandhaltung, Wartung, Kundendienst, sowie Mitarbeiter, die für die Inbetriebnahme und Instandhaltung von elektrischen Anlagen und Betriebsmitteln eingesetzt werden sollen. Das Seminar ist vom VDSI Verband Deutscher Sicherheitsingenieure e.V. als geeignet für die Weiterbildung von Sicherheitsfachkräften nach § 5 (3) ASiG eingestuft worden. Die Teilnehmer erhalten nach bestandener Abschlussprüfung auf dem Zertifikat 2 VDSI-Punkte Arbeitsschutz. Inhalt des Seminars: 1. Rechtliche Grundlagen > Gesetze > Richtlinien > Normen > Unfallverhütungsvorschriften > Organisationsstruktur im Bereich Elektrotechnik 2. Grundlagen der Elektrotechnik > elektrische Spannung > elektrischer Strom > Wechselspannung Drehstrom > Ohmsches Gesetz > Spannungsquelle > Reihenschaltung > Parallelschaltung > elektrische Leistung 3. Messübungen mit Multimeter > Spannung > Strom > Widerstand 4. Gefahren und Wirkungen des elektrischen Stroms auf den Menschen, auf Tiere und Sachen > Auswirkungen auf den Menschen und auf Tiere > Einwirkdauer des Stromes auf den Körper > Widerstand des menschlichen Körpers > gefährliche Körperströme > maximale Berührungsspannung > Erste Hilfe 5. Schutzmaßnahmen gegen direktes Berühren und bei indirektem Berühren > Einteilung der Schutzmaßnahmen und wichtige Begriffe > Schutz gegen direktes Berühren > Schutz bei indirektem Berühren (Schutz gegen gefährliche Körperströme im Fehlerfall) > Bedeutung von Potenzialausgleich und Schutzleiter > Funktionsweise eines RCD (FI-Schutzschalter) 6. Kabel und Leitungen > allgemeine Vorgaben > Kennzeichnung 7. Sicherungssysteme > Auslösecharakteristiken > Schmelzsicherungen (Neozed, Diazed und NH-System) > Leitungsschutzschalter > Fein- und Gerätesicherungen > Funktionsweise eines RCD (FI-Schutzschalter) 8. Stromversorgung im Gebäude > Netzformen inklusive Übungen und Messungen > Schleifenimpedanz 9. Elektroschutzkonzept > Basisschutz > Fehlerschutz > wirksame Schutzmaßnahme > Zusatzschutz > Schutzarten > Schutzklassen 10. Prüfung von Schutzmaßnahmen > Prüfung des Schutzleitersystems > Schleifenimpedanz, Netzinnenwiderstand > FI-Prüfung > Isolationsmessung > Differenzstrommessung 11. Arbeitsmethoden > Arbeiten im spannungsfreien Zustand > die 5 Sicherheitsregeln > Arbeiten unter Spannung nach Kategorie a) und b) > Arbeiten in der Nähe unter Spannung stehender Teile 12. Drehstrommotoren > Aufbau, Funktionsweise > Motorschutzschalter 13. Grundlagen der Automatisierungstechnik > Schaltzeichen > Aus- und Wechselschaltung > einfache Schützschaltung > Selbsthaltung > Aufbau im Schaltschrank 14. Schaltplanlesen 15. Steuerungstechnik 16. Übungen im Schaltschrank 17. Abschlusstest

SG-Seminar-Nr.: 1695646

Anbieter-Seminar-Nr.: 60084

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