Anwesenheitsprämien in Krankenhäusern sowie ambulanter und stationärer Pflege - Kongress / Konferenz von Herrmann Kutscher Weidinger

Inhalte

Die in den letzten Jahren gerade in der Pflege oftmals deutlich gestiegenen Krankenstände haben die Diskussion um Anreizsysteme für die Erhöhung der Anwesenheit im Krankenhaus bzw. in der Pflegeeinrichtung neu belebt. Denn die ergriffenen Maßnahmen der Gesundheitsförderung haben die Lage nur selten verbessert, verbreitete Ursachenzuschreibungen wie „schlechtes Betriebsklima“ oder „unfähige Vorgesetzte“ mit daran anschließenden Schulungen haben meist nicht geholfen. Und arbeitszeitorganisatorische Lösungsansätze zur Vertretung unplanbarer Krankheitsausfälle wie „Stand-By“-Dienste stoßen immer häufiger an Zumutbarkeitsgrenzen aus Sicht der betroffenen Pflegekräfte. Die Lage in vielen Einrichtungen sollte daher Anlass für einen unbefangenen Blick auf die Vor- und Nachteile finanzieller oder zeitlicher Prämien zur Senkung von Krankheitsausfällen sein – auch wenn das Thema in Deutschland bekanntlich stark stigmatisiert ist.

Auf dieser Fachkonferenz erfahren Sie anhand verschiedener Beispiele, wie sich Anwesenheitsprämien auf Krankenstand und Mitarbeiterzufriedenheit sowie auf das Miteinander im Betrieb auswirken – und ob Anreizsysteme wirklich zwangsläufig dazu führen, dass sich Menschen krank zur Arbeit schleppen. Im juristischen Fachreferat wird erläutert, welche arbeitsrechtlichen Besonderheiten bei der Gestaltung von Anwesenheitsprämienzu beachten sind.

Diese Konferenz können Sie mit dem Tages-Seminar „Professionelles Ausfallzeitenmanagement im Pflegedienst“ am Folgetag zum günstigen 2-Tage-Preis kombinieren.

Lernziele

09:30–09:45 Begrüßung und Einleitung

Jan Kutscher (zugleich Moderator der Tages-Konferenz)

09:45–10:45 Gestaltung von Gesundheitsprämien – rechtliche Anforderungen

  • Zulässigkeit, Rahmenbedingungen und Überblick über die Rechtsprechung
  • Rechtliche Empfehlungen für die Verankerung von Anwesenheitsprämien in Betriebs-/Dienstvereinbarung bzw. im Arbeitsvertrag
  • Beispiele zur Gestaltung und Berechnung

Dr. Stefan Sasse, GÖHMANN Rechtsanwälte • Notare, Magdeburg

10:45–11:30 Krank zur Arbeit? Überblick über die Studienlage zu Gesundheits- und Anwesenheitsprämien

Jan Kutscher

11:30–11:45 Kaffee/Tee

11:45–12:30 Praxis-Bericht 1: Gesundheitsprämien – ein Baustein für ein gesundes Betriebsklima

  • Gesundheitsbewusstsein schärfen und Ausfallzeiten reduzieren
  • Gesundheitsprämie und (betriebliche) Maßnahmen zur Gesunderhaltung gehören zusammen!
  • Geringere Fehlzeiten belohnen Geduld bei der Umsetzung

Anke Reincke, Pflege mit Herz – Häusliche Krankenpflege und Seniorenbetreuung, Bad Saarow

12:30–13:15 Praxis-Bericht 2: Die monatliche Pflegeprämie der bettenführenden Stationen eines Herzzentrums

  • Ausgestaltung als außertarifliches Zusatzentgelt
  • Stationsbezogene Differenzierung und Definition der für die Berechnung relevanten Abwesenheitszeiten
  • Betriebliche Akzeptanz der Beteiligten

Jan Spohler, Schüchtermann-Schiller‘sche Kliniken Bad Rothenfelde GmbH & Co. KG

13:15–14:00 Gemeinsames Mittagessen

14:00–14:45 Praxis-Bericht 3: Anwesenheitsprämien unterstützen engagierte Mitarbeiter

  • Warum die Vertretung krankheitsbedingter Fehlzeiten in der ambulanten Pflege besonders wichtig ist
  • Wie wir die Arbeitnehmervertretung ins Boot geholt haben
  • Wie unsere Anwesenheitsprämie zusätzliche Vertretungsdienste belohnt

Stefanie Strauß, Impulse Pflegedienst GmbH & Co KG, Emsdetten

14:45–15:15 Zeitbezogene Anreize zur Krankenstandssenkung im Arbeitszeitmodell

Jan Kutscher

15:15–15:30 Kaffee/Tee

15:30–16:15 Praxis-Bericht 4: Die Anwesenheitsprämie – ein Baustein eines attraktiven Prämienmodells

  • Die Systemkomponenten – Anwesenheits-, Einspring- und Treueprämie
  • Vergleich zwischen ambulanten und stationären Einrichtungen
  • Grenzen und Zukunft der Prämie(n) – auch angesichts des neuen Mitarbeitertyps der Generationen Y und Z

Sebastian Neubauer, Haus Regnitztal, Zedtwitz (Unternehmensgruppe Hudetz)

16:15–17:00 Praxis-Bericht 5: Anwesenheitsprämie als Belohnung

  • Die Anwesenheitsprämie – Bestandteil eines leistungsorientierten Bonussystems
  • Lange Vorbereitung vor der Umsetzung

Thomas Rehbein, Häusliche Kranken- & Seniorenpflege Thomas Rehbein, Wiesbaden, Rüsselsheim

 

 

Zielgruppen

Geschäftsführer/innen, Personalleiter/innen, Betriebs-/Personalräte bzw. Mitarbeitervertretungen, Pflegedirektor/inn/en/Pflegedienstleiter/innen, ärztliche Direktior/inn/en, Betriebsärzte, Einrichtungsleiter/innen

SG-Seminar-Nr.: 5200499

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