Die Ursachen für Demotivation in einem Seminar können sehr vielfältig sein. Im Anschluss an eine Unterscheidung der Gründe sowie der Darstellung von impliziten und expliziten Motiven wird aufgezeigt, wie mit verschiedenen Charakteren, aus motivationspsychologischer Sicht, umgegangen werden muss und wie den unterschiedlichen Gründen für Demotivation begegnet werden kann. Hierzu werden praktische Tools vorgestellt, die sich deutlich von den gängigen Motivationstechniken unterscheiden. Nicht zuletzt zeigen wir auf, wie es gelingen kann, sich durch demotivierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer nicht selbst frustrieren zu lassen.
Häufige Probleme im Umgang mit demotivierten Teilnehmerinnen und Teilnehmern werden reflektiert, bevor die gängigen Motivationstechniken genauer „unter die Lupe“ genommen werden. Es geht darum, zu prüfen, was sich psychologisch hinter den Methoden verbirgt. Damit kann die Frage nach der Wirksamkeit sowie der Zielgruppenspezifität einzelner Motivationstechniken beantwortet werden.
Der Unterschied zwischen expliziten und impliziten Motiven wird verdeutlicht und die Ressourcen, welche hierdurch bei Lernenden entstehen, werden aufgezeigt. Die impliziten Motive werden ausführlich besprochen und es wird verdeutlicht, wie diese – anhand verschiedener Persönlichkeitsstile – erkannt werden können.
Das Erkennen von Persönlichkeitsstilen soll mittels Interaktionssequenzen erprobt werden. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Seminars sollen ihre Wahrnehmung dafür schärfen, wen sie in ihren Seminaren vor sich haben und wie sie sich auf eine Gruppe optimal einstellen können. Der durchschnittliche Bedarf einer Gruppe muss dabei ebenso Berücksichtigung finden wie Extremfälle.
Zu den besonderen Fällen gehören beispielsweise Personen, die keinerlei Interesse an den Inhalten eines Seminars zeigen. Es ist in einer solchen Situation wichtig herauszufinden, weshalb ein hohes Desinteresse besteht. Jugendliche, die sich etwa aufgegeben haben, müssen anders motiviert werden als beispielsweise Personen in einer Meisterausbildung, die viel lieber praktisch arbeiten und reine Theorie nur als notwendiges Übel ansehen.
Die Methode des „Vier-Felder-Schemas“ wird eingeführt, um den Teilnehmenden ein effizientes Tool für ihre eigenen Seminare mitzugeben.
Das Rubikon-Modell soll den Teilnehmerinnen und Teilnehmern bei der Erkenntnis helfen, in welcher Motivationsphase sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihrer Kurse befinden. Hierdurch kann beispielsweise die Frage geklärt werden, warum jemand zur Veranstaltung erscheint, ob jemand aktuell zu motivieren ist oder ob es vergebliche Mühe wäre, die entsprechende Person am besagten Tag noch zur Mitarbeit zu motivieren.
Nicht zuletzt soll es darum gehen, wie Trainerinnen und Trainer es schaffen können, bei einer eher demotivierten Gruppe, nicht selbst frustriert zu werden, da eine solche Konsequenz die weitere gemeinsame Zusammenarbeit erheblich erschweren würde.
Seminardauer: 2 Tage
- Die Seminarbesucherinnen und -besucher sollen ihre Fähigkeit zur Fremdmotivation reflektieren und optimieren
- Die psychologische Wirkung gängiger Motivationstechniken soll hinterfragt werden
- Die Bedeutung der Passung zwischen Persönlichkeit und Motivationstechnik soll verinnerlicht werden
- Kennenlernen des Unterschiedes zwischen expliziten und impliziten Motiven
- Der Umgang mit den Bedürfnissen und Ressourcen von Teilnehmerinnen und Teilnehmern an Seminaren / Kursen wird ausführlich trainiert
- Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden im Umgang mit verschiedenen Persönlichkeitsstilen geschult
- Der optimale Umgang mit starker Demotivation wird geübt und es werden bewährte Techniken hierfür vorgestellt
- Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer lernen, sich durch eine demotivierte Gruppe nicht frustrieren – und dadurch lähmen – zu lassen
Trainerinnen und Trainer sowie Dozentinnen und Dozenten