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Steuer- und Investitionsstandort Schweiz - Seminar von NWB Verlag GmbH & Co. KG

Seminar-Inhalte

Am 21. September 2011 haben Deutschland und die Schweiz ein Steuerabkommen unterzeichnet, wonach unversteuerte Vermögenswerte nachversteuert und Schweizer Banken zukünftig eine jährliche Abgeltungsteuer für Deutschland einbehalten würden. Darüber hinaus finden die Änderungen im neuen Doppelbesteuerungsabkommen vom 27. Oktober 2010 bereits Anwendung und sind für die Beratungspraxis wichtig. Auch auf Schweizer Seite sind positive steuerliche Neuerungen im 2011 in Kraft getreten, so bspw. das Kapitaleinlageprinzip und das Besteuerungsmodell für Lizenzerträge im Kanton Nidwalden. Die am 16. August 2011 lancierte Erbschaftssteuerreform hat dagegen zu latenter Verunsicherung geführt. Weitere Entwicklungen zeichnen sich im Rahmen der in Diskussion stehenden Unternehmenssteuerreform III ab. Die Schweiz hat bei all dem nichts an ihrer Attraktivität eingebüßt, weder im Zusammenhang mit den jüngsten Diskussionen um das Schweizer Bankgeheimnis bzw. den Informationsaustausch noch im Lichte von zuweilen kritischen Schweizer Abstimmungsvorlagen. Viele mittelständische Unternehmen und Unternehmer, Konzerne sowie Privatpersonen liebäugeln weiterhin mit einem Umzug in die Schweiz, locken doch diese mit niedrigen Steuern und attraktiven Rahmenbedingungen. Die Lage der Schweiz im Zentrum Europas, die hervorragende Infrastruktur, das flexible Arbeitsrecht und das wirtschaftsfreundliche Klima fördern diese Entwicklung zusätzlich.   Sowohl der private Zuzug (oder auch Wegzug) als auch die unternehmerische Tätigkeit über die Grenze sind nicht nur mit Chancen verbunden – auch steuerliche Risiken wollen bedacht sein. Dies gilt auch für Privatpersonen, die ihre Zelte in Deutschland vielleicht nicht abbrechen wollen.   Der Weg in die Schweiz lohnt sich, aber er muss sehr gut vorbereitet sein, um mögliche steuerliche Fallstricke zu vermeiden.    

I. Das neue Steuerabkommen zwischen Deutschland und der Schweiz

1. Die Eckpunkte und ein Vergleich der Vorteilhaftigkeit von Steuerabkommen und Selbstanzeige

2. Konkretisierung des Steuerabkommens mit der sog. Wegleitung

3. Aktueller Stand, Ratifizierungsprozess und Inkrafttreten 

 

II. Ansiedlung von Unternehmen in der Schweiz

1. Überblick über das Schweizer Unternehmenssteuerrecht

  • Besteuerung von Einzelunternehmen, Personengesellschaften und juristischen Personen
  • Exkurs: Schweizer Gesellschaftsformen 

 

2. Steuererleichterungen und steuerlich attraktive Steuerregime

  • Planungssicherheit durch Steuervorabbescheid (sog. Ruling)
  • Steuererleichterungen auf Kantons- und Bundesebene (Tax Holidays)
  • Gemischte Gesellschaften und Prinzipalgesellschaften
  • Holdinggesellschaften
  • Besteuerungsmodell für Lizenzerträge 

 

3. Änderungen im DBA D-CH und Anpassungsbedarf

  • Neuerungen bei Dividendenausschüttungen (Nullregelung)
  • Umsetzung der neu eingeführten Schiedsklausel
  • Wichtige BFH-Rechtsprechung zu leitenden Angestellten und Grenzgängern

 

4. Praxiserprobte Steuermodelle im Verhältnis Deutschland – Schweiz (Fallbeispiele)

 

  • Vor- und Nachteile ausgewählter Investitionsmodelle
  • Betriebsstätten- und Organschaftsmodelle, aktuelle Entwicklungen zur atypisch stillen Beteiligung
  • Kurzer Überblick über mögliche deutsche Fallstricke (Funktionsverlagerung, AStG, etc. )

 

III. Der private Weg-/Zuzug in die Schweiz

1. Schweizer Besteuerungsrechte nach Zuzug

  • Besteuerung im ordentlichen Verfahren (Einkommen, Vermögen)
  • Besteuerung an der Quelle sowie ergänzendes und nachträgliches Veranlagungsverfahren
  • Besonderheiten der Expatriates-Regimes
  • (Modifizierte) Besteuerung nach dem Aufwand (Pauschalbesteuerung)
  • Strukturierungsalternativen für Private Equity und Fonds-Manager
  • Erbschafts- und Schenkungsbesteuerung sowie kantonale Besonderheiten unter Berücksichtigung des internationalen Privatrechts (D, CH) 

 

2. Chancen und Risiken des Wegzugs aus deutscher Sicht

 

  • Die deutsche Wegzugsbesteuerung (§ 6 AStG) und andere steuerliche Entstrickungsnormen
  • Dokumentation und Checklisten
  • Ausgewählte DBA-Regelungen
    • Abweichungen zum OECD-MA
    • Konkurrierende deutsche Besteuerung
    • Überdachende deutsches Besteuerung
  • Nationale deutsche Erbschaftsteuer-Sonderregelungen und ausgewählte Regelungen im ErbSt-DBA D-CH

Lernziele

In unserem Praktikerseminar erfahren Sie aus erster Hand, wie Sie Unternehmen und Privatpersonen beraten müssen, um eine im Vergleich zu Deutschland äußerst vorteilhafte Steuerquote zu erreichen.

Zielgruppen

Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, qualifizierte Mitarbeiter aus Kanzleien und Unternehmen, Fachberater für Internationales Steuerrecht, Berater von Familienunternehmen

Seminar-Nr.: 1392965

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