Neuordnung von Versorgungszusagen in der Praxis -
Seminar
von ASB Bildungsgruppe Heidelberg e.V.
Neuordnung von Versorgungszusagen in der Praxis
Seminar-Inhalte
Dass betriebliche Versorgungssysteme alle 10 bis 15 Jahre ?auf den Prüfstand? kommen (sollen), ist eine Binsenweisheit. Dabei spielt nicht nur wachsendes Kostenbewusstsein eine große Rolle. Auch der bewusstere Umgang mit biologischen Risiken, Fragen der Ausfinanzierung und bilanzielle Auswirkungen sind weitere Gründe, Versorgungswerke neu zu ordnen. Schließlich führt gerade bei größeren Unternehmensgruppen das jahrzehntelange organische und unorganische Wachstum zu einer häufig zerklüfteten und kaum noch zu handhabenden Versorgungslandschaft, die dann sowohl einer strukturellen als auch einer leistungsmäßigen Harmonisierung bedarf. Um diese vielfältigen Ziele zu erreichen, ist es zu kurz gedacht, nur die Neueintritte mit einem neuen Versorgungswerk zu begünstigen. Vielmehr sollte das neue, einheitliche Versorgungswerk zumindest strukturell auch die aktive Belegschaft einbeziehen. Ansonsten wären über mehrere Jahrzehnte verschiedene Versorgungswerke zu betreuen. Die im Zusammenhang mit Neuordnungsüberlegungen auftretenden Fragen werden im Seminar nicht nur arbeitsrechtlich, sondern auch versorgungstechnisch und in Bezug auf den Durchführungsweg beleuchtet. Außerdem werden die daraus resultierenden bilanziellen und betriebswirtschaftlichen Folgen auch quantitativ behandelt. Anhand von Praxisfällen wird - ausgehend von den rechtlichen Fragestellungen - versucht, versorgungstechnische Antworten zu geben, die praktischen Auswirkungen auf Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite sowie die quantitativen Effekte verschiedener Neuordnungsstrategiendarzustellen.
Inhalte
Rechtliche Rahmenbedingungen
- Rechtsquelle der Zusagen
- Drei-Stufen-Theorie
- Kollektiver Günstigkeitsvergleich
- Feststellung der Wertgleichheit
- ?Eingriffstiefe? bei Betriebsvereinbarungen und Tarifverträgen
Übliche Leistungsplanstrukturen
- Die klassischen (Herkunfts-) Leistungspläne:
- Gesamtversorgungszusage
- Entgehaltsabhängige Leistungszusage
- Festrentenzusage
- Mögliche ?Ziel? - Leistungspläne (beitragsorientierte Leistungszusagen)
- Versicherungsgestützte Zusagen
- Zusagen mit festem Rechnungszins und ?fester? Biologie
- ?Cash Balance? Pläne mit und ohne festen Rechnungszins
- Wahlmöglichkeiten
Besitzstandsregelung
- Statischer Besitzstand
- Dynamischer Besitzstand
- Vor- und Nachteile
- Statische oder dynamische Mindestleistungen
Wechsel des Durchführungsweges: Von der Direktzusage zur Unterstützungskasse?
- Unterschiedliche Durchführungswegen für
- Future Service
- Past service
- Neuzugang
- Auswirkungen in der Steuerbilanz
- Auswirkungen in der Handelsbilanz
Praxisbeispiele
Lernziele
- Neuordnungsstrategien sowohl aus Arbeitgeber- wie Arbeitnehmersicht anhand von Praxisfällen beleuchten und ihre versorgungstechnischen und quantitativen Effekte darstellen.
Zielgruppen
Personalleiter, Geschäftsführer, Leiter Finanzen- und Rechnungswesen, Mitarbeiter und Berater von Finanzdienstleistern und Versicherern
Teilnehmer
Max. 12
Termine und Orte