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Familienpflegezeitgesetz ab 01.01.2012 - DATAKONTEXT - Verlagsgruppe Hüthig Jehle Rehm GmbH Seminar

Umsetzung in der betrieblichen Praxis

Mit dem Familienpflegezeitgesetz tritt zum 01.01.2012 nach dem Pflegezeitgesetz ein weiteres Instrument für die Pflege von nahen Angehörigen durch Arbeitnehmer in Kraft. Wenngleich das Gesetz keinen Rechtsanspruch auf eine Familienpflegezeit einräumt, müssen sich die Unternehmen mit der Neuregelung vertraut machen. Angesichts des Fachkräftemangels wird es sich kaum ein Unternehmen leisten können, sich dem Wunsch der Arbeitnehmer nach einer Familienpflegezeit zu verschließen.

Die Vereinbarkeit von Pflege und Erwerbstätigkeit wird durch die Möglichkeit eine Teilzeitbeschäftigung und zusätzlichen Entgeltaufstockung verbessert. Während der maximal zweijährigen Pflegezeit wird die bisherige Arbeitszeit reduziert und die damit verbundene Entgeltreduzierung zur Hälfte aufgestockt. Diese Aufstockung erfolgt durch den Abbau vorhandener Wertguthaben bzw. Aufbau eine negativen Wertguthabenkontos.

In diesem Seminar erfahren Sie, welche Auswirkungen im Bereich der Entgeltabrechnung im Zusammenhang mit einer Familienpflegezeit verbunden sind und welche arbeitsrechtlichen Regelungen zu beachten sind.

Seminar-Inhalte

Grundausrichtung des Gesetzes 

Vereinbarung einer Familienpflegezeit

  • Rechtsanspruch
  • Voraussetzungen
  • Geförderter Personenkreis
  • Dauer Arbeitszeitreduzierung

Aufstockungsleistungen

  • Berechnung der Entgeltaufstockung
  • Nutzung vorhandener Wertguthaben
  • Aufstockung ohne vorhandener/genutzter Wertguthaben

Förderung durch den Staat

  • Förderfähigkeit
  • Zinsloses Darlehen vom BA für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben

Absicherung des Arbeitgebers

  • Familienpflegezeitversicherung (Versicherungsnehmer und Prämienzahlung)
  • Versicherungsleistung bei Tod oder Berufsunfähigkeit
  • Zusätzliche Absicherung bei anderen Risiken
  • Risikominimierung 

Ausgleich des negativen Wertguthabens durch Arbeitnehmer in der Nachpflegephase

  • Durch Geldleistung oder Mehrarbeit

Informationspflichten

Zeitwertkonten und Lebensarbeitszeitmodelle als Alternative zur Familienpflegezeit

Arbeitsrechtliche Regelungen

  • Abschluss einer Vereinbarung
    • Nachweis der Pflegebedürftigkeit des nahen Angehörigen
    • Nachweis einer Familienpflegeversicherung oder eines Antrags auf eine solche Versicherung beim Bundesamt
    • Notwendiger Inhalt der Vereinbarung
  • Rechtsstellung des Arbeitnehmers während der Familienpflegezeit und in der Nachpflegezeit - Kündigungsschutz
  • Die Beendigung des Arbeitsverhältnisses vor Ausgleich des negativen Wertguthabens
    • Tod, Erwerbs- oder Berufsunfähigkeit
    • Ausgleich bei Beendigung durch Kündigung - Aufhebungsvereinbarung
      • Rückzahlungsansprüche gegen den Arbeitnehmer
      • Kündigung durch den Arbeitgeber aus Gründen, die nich im Verhalten des Arbeitnehmers liegen
      • Abschluss einer Aufghebungsvereinbarung
      • Wegfall der Verpflichtung zur Rückzahlung des Darlehens
      • Übernahme der Rückzahlung durch das Bundesamt

Praktische Konsequenzen und Neuregelungen

Lernziele

Sie erfahren die Detailregelungen das Familienpflegezeitgesetzes und welche Auswirkungen mit der Inanspruchnahme einer Familienpflegezeit auf die Entgeltabrechnung verbunden sind. Außerdem werden die zu berücksichtigenden arbeitsrechtlichen Regelungen erläutert.

Zielgruppen

Leiter/innen und Mitarbeiter/innen der Entgeltabrechnung und Personalbetreuung.

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