Bilanzierung immaterieller Vermögensgegenstände nach IFRS und BilMoG -
Seminar
von ASB Bildungsgruppe Heidelberg e.V.
Bilanzierung immaterieller Vermögensgegenstände nach IFRS und BilMoG
IFRS eröffnet dem Bilanzierenden die Aktivierung selbsterstellter immaterieller Vermögenswerte wie z. B. Entwicklungskosten und Aufwendungen für die Softwareentwicklung. Sie lernen, welche Vermögenswerte im Einzelnen aktiviert werden können und von welchen Kriterien diese Entscheidung abhängig gemacht wird. Es wird auf die Folgebewertung und den damit verbundenen Impairment-Test eingegangen und Besonderheitenin Bezug auf den Firmenwert (Goodwill) und Entwicklungskosten aufgezeigt, wie auch bilanzstrategische Aspekte. Auch im Rahmen der zunehmenden Bedeutung des Forschungs- + Entwicklungscontrolling ist die Kenntnis der bilanziellen Abbildung erforderlich. Hinzu kommen vielfache Sonderregelungen und Ausnahmen, wie Ausschüttungssperren, Divergenzen zwischen ?Full-IFRS? und IFRS für KMU, steuerliche Sondervorschriften und Wahlmöglichkeiten im Zuge des BilMoG, welche es zu berücksichtigen gilt. Des Weiteren gibt es eine umfangreiche Methodenvielfalt in der Unternehmensbewertung. Diese Bandbreite eröffnet weiteren Gestaltungsspielraum bei der Bilanzierung von immateriellen Vermögenswerten. Eine erhöhte Beachtung der Bewertung immaterieller Vermögenswerte wurde zudem im Zuge des erhöhten Impairmentrisikos bzw. Wertminderungsrisikos in der Folge der Finanzkrise ausgelöst.
Seminar-Inhalte
Grundlagen ?Immaterielle Vermögenswerte?
- Definition nach IAS/IFRS
- Ansatzkriterien/Ansatzverbote
Ansatz immaterieller Vermögenswerte
- Zugangsbewertung nach Zugangsart
Einzelerwerb, Unternehmenserwerb, Eigenerstellung
Folgebewertung
Methoden der Folgebewertung
++ Benchmark-Methode
- ++ Neubewertungsmethode
Nutzungsdauerkonzept
++ Planmäßige Abschreibungen
- ++ Außerplanmäßige Abschreibungen
Werthaltigkeitstest (Impairment-Test)
- Vorschriften und Anwendungsbereich
- Vorgehensweise
Indikatoren für eineWertminderung
Durchführung des Impairment-Tests
++ Prüfung des Abwertungsbedarfs
- ++ Ermittlung der Höhe/Erzielbarer Betrag
Erfassung einer Wertminderung/-aufholung
Zahlungsmittelgenerierende Einheiten (CGUs)
Bildung von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten
Zuordnung einer Wertminderung/-aufholung
- Besonderheiten der Goodwillbilanzierung
Einführung Goodwill
Grundzüge des IFRS 3 zu Unternehmenszusammenschlüssen
- Anwendungsbereich
- Bilanzierungsmethode
-Ansatz und Bewertung des Goodwill
Besonderheiten bei Entwicklungskosten
- Ansatz von Entwicklungskosten/ Zusatzkriterien bei Selbsterstellung
- Ansatz vonWebsites zur Eigennutzung
- Ansatz nachträglicher Kosten
Besonderheiten bei der Bilanzierung von immateriellen Vermögensgegenständen nach dem neuen HGB (BilMoG)
- Ansatz
Mehrstufiger Ansatz zur Prüfung der Ansatzvoraussetzungen
Abgrenzung zwischen Forschung und Entwicklung
Abgrenzung zwischen Anschaffung und Herstellung
Zugangs- und Folgebewertung
Komponenten der Herstellungskosten nach BilMoG: Pflichtbestandteile, Wahlbestandteile, Verbote
Bestimmung der planmäßigen und außerplanmäßigen Abschreibung
Grundsätze zurWertaufholung im neuen HGB
Sonstige wesentlichen Aspekte
Steuerliches Aktivierungsverbot, Ermittlung passiver latenter Steuern
Ausschüttungssperre
Ausweis und Anhangsangaben
Bilanzielle Auswirkungen, bilanzpolitische Spielräume sowie Konsequenzen für Unternehmenskennzahlen
- Besonderheiten bei KMUs
- Berichtspflichten
Basisangaben
Angaben zuWertminderungen
Angaben bei Anwendung der Neubewertungsmethode
- Ihr Seminarleiter:
Martin Trost führt eine eigene Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungskanzlei mit dem Schwerpunkt Beratung zur nationalen und zur internationalen Rechnungslegung. Er blickt auf eine mehr als 15-jährige Berufstätigkeit bei verschiedenen Prüfungs- und Beratungsgesellschaften (KPMG, American Appraisal) im Bereich Prüfung, IFRS-Konversion, Unternehmensbewertung sowie Corporate Finance Beratung zurück. Er war zuletzt tätig als CFO bei American Appraisal, einem führenden Unternehmensbewertungsunternehmen sowie als CFO bei einem führenden Medien- und Telekommunikationsunternehmen (Schwerpunkt: Projekt ?Kapitalmarktfähigkeit?, Konversion zu IFRS und US-GAAP, grenzüberschreitende Steuergestaltungsthemen). Als Kanzleiinhaber Wirtschaftsprüfer, Steuerberater sowie Fachberater für internationales Steuerrecht, arbeitet er für renommierte Großunternehmen und KMU in den Beratungsbereichen der IFRS/IAS sowie im Banking und Finance Sektor.
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Zielgruppen
Dieses Seminar richtet sich an Fach- und Führungskräfte aus den Bereichen Finanz- und Rechnungswesen, Bilanzen, Accounting, Konzernrechnungswesen, Finanzbuchhaltung, Controlling, Finanzen, Reporting, Beteiligungen, Investor Relations, Beteiligungscontrolling, Corporate Controlling, Konzern-Controlling, Costing + Finance, Finanzplanung und internes Rechnungswesen. Weiterhin angesprochen sind kaufmännische Leiter, Prokuristen, CFO´s, Mitglieder des Prüfungsausschusses, Abteilungs-/Teamleiter im Rechnungswesen sowie Neu- und Quereinsteiger in das Rechnungswesen. Der Zertifikatslehrgang ist auchinteressant für Wirtschaftsprüfer, Steuerberater und Unternehmensberater.
Teilnehmer
Max. 3